Aktuelle Studie · Oktober 2026

Kartenpreise gegen Einkaufskosten: Die Gastro-Preisschere in der EU

In 16 EU-Staaten stiegen die Preise in Restaurants und Cafés von 2022 bis 2025 stärker als die Preise für Lebensmittel. In Deutschland wuchs der Umsatz der Gastronomie nur nominal, real sank er.

Die wichtigsten Ergebnisse
  • In 16 Mitgliedstaaten mit vergleichbaren Daten verteuerten sich Restaurants, Cafés und Kantinen von 2022 bis 2025 stärker als Lebensmittel. In 8 Staaten war es umgekehrt, darunter Frankreich, Italien und Spanien [1][2].
  • Unter den Staaten mit Wert für 2022 stiegen die Kartenpreise in Ungarn am stärksten: Der Index lag 2022 bei 68,56 Punkten (2025 = 100), bei Lebensmitteln bei 79,02 Punkten [1][2].
  • In allen Staaten mit vergleichbaren Werten verteuerte sich die Gastronomie seit 2022 stärker als das allgemeine Preisniveau. Selbst in Frankreich stehen 90,18 Punkte einem Gesamtwert von 91,65 Punkten gegenüber [1][3].
  • In Deutschland zogen die Kartenpreise von 2023 bis 2025 kräftiger an als Lebensmittel: Der Gastronomieindex stand 2023 bei 90,05 Punkten, der Lebensmittelindex bei 96,27 Punkten [1][2].
  • Strom bleibt für deutsche Betriebe teurer als im EU-Schnitt. Im Band IB kostete er im zweiten Halbjahr 2025 in Deutschland 0,2618 Euro je kWh, in der EU-27 0,2179 Euro [7].
  • Der reale Umsatz der deutschen Gastronomie sank von 130 Punkten 2022 auf 128,1 Punkte 2025 (2021 = 100). Der nominale Umsatz stieg im selben Zeitraum von 139,7 auf 157 Punkte [4][6].
  • Die Arbeitskosten im Gastgewerbe stiegen in Deutschland von 113,4 Punkten 2022 auf 131,1 Punkte 2025 (2020 = 100), in der EU-27 von 104,9 auf 122,4 Punkte [8].

Wer in Ungarn essen geht, zahlt heute ein ganz anderes Preisniveau als 2022. Der Preisindex für Restaurants, Cafés und Kantinen lag dort 2022 bei 68,56 Punkten, gemessen am Jahresdurchschnitt 2025 [1]. Lebensmittel standen im selben Jahr bei 79,02 Punkten [2]. Die Speisekarte hat den Einkaufskorb also klar überholt.

Ungarn ist ein Extremfall, aber kein Einzelfall. Für Menschen, die ein Restaurant, ein Café oder einen Imbiss führen, steckt in solchen Zahlen eine alltägliche Rechnung. Auf der einen Seite stehen Einkauf, Energie und Personal. Auf der anderen Seite steht der Preis, den Gäste bezahlen. Öffnet sich die Schere zugunsten der Karte, wächst der Spielraum. Öffnet sie sich in die andere Richtung, schrumpft die Marge.

Diese Studie vergleicht für die EU-27 und ihre Mitgliedstaaten, wie sich die Preise in der Gastronomie von 2022 bis 2025 entwickelt haben. Sie stellt sie den Preisen für Lebensmittel, dem allgemeinen Preisniveau und den Strompreisen für Gewerbekunden gegenüber [1][2][3][7]. Hinzu kommen die Arbeitskosten im Gastgewerbe [8] und der Umsatz der Gastronomie, nominal und, wo verfügbar, real [4][5][6]. Alle Daten stammen vom Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat).

Das Ergebnis hat zwei Seiten. In den meisten Mitgliedstaaten stiegen die Kartenpreise stärker als Lebensmittel und in allen vergleichbaren Staaten stärker als das allgemeine Preisniveau [1][2][3]. Für Deutschland zeigt der reale Umsatz aber, dass höhere Preise nicht automatisch mit mehr verkaufter Leistung einhergehen. Das Umsatzvolumen lag 2025 bei 128,1 Punkten und damit unter dem Wert von 2022 mit 130 Punkten [6].

Die folgenden Abschnitte zeigen, wo die Schere am weitesten aufging, wo sie sich umkehrte und wie die Kosten für Strom und Personal ins Bild passen. Sie zeigen auch, wo die amtlichen Daten Lücken haben. Für Deutschland fehlt etwa der Gastronomie-Preisindex für 2022, was den Vergleich über den vollen Zeitraum einschränkt [1].

Die EU zeigt eine Verschiebung: Erst stieg der Einkauf, dann die Karte

Auf EU-Ebene verteuerten sich Lebensmittel früh und schnell. Der HVPI für Nahrungsmittel lag in der EU-27 im Jahr 2022 bei 84,58 Punkten, gemessen am Jahresdurchschnitt 2025 [2]. Schon 2023 erreichte er 95,31 Punkte, 2024 dann 97,27 Punkte [2]. Der größte Sprung fiel also in das Jahr 2023, danach flachte die Kurve ab.

Die Preise in Restaurants, Cafés und Kantinen folgten mit Verzögerung. Der EU-Index stand 2023 bei 91,42 Punkten und 2024 bei 96,06 Punkten [1]. In beiden Jahren lag er unter dem Lebensmittelindex [1][2]. Von 2023 bis 2025 stiegen die Kartenpreise in der EU damit stärker als die Preise für Lebensmittel im Handel.

Für 2022 weist die Tabelle keinen EU-Wert für die Gastronomie aus [1]. Den vollen Zeitraum zeigt daher der Vergleich der Mitgliedstaaten weiter unten. Das allgemeine Preisniveau lag in der EU-27 im Jahr 2022 bei 89,43 Punkten [3]. Lebensmittel lagen mit 84,58 Punkten darunter und verteuerten sich bis 2025 also stärker als der Durchschnitt aller Waren und Dienstleistungen [2][3].

Für Betriebe heißt das: Der Kostendruck aus dem Lebensmitteleinkauf baute sich vor allem bis 2023 auf. Die Anpassung auf der Karte zog sich bis 2025. Die Daten zeigen diesen zeitlichen Ablauf. Aus welchen Gründen einzelne Betriebe ihre Preise wann geändert haben, zeigen sie nicht.

HVPI Service für Speisen und Getränke (Restaurants, Cafés, Kantinen), Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 MitgliedstaatenEU-27 (ab 2020) 202496,06EU-27 (ab 2020) 202391,42Wert (Index, 2025 = 100) · Basis: 0
HVPI Service für Speisen und Getränke (Restaurants, Cafés, Kantinen), Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 Mitgliedstaaten · Quelle: [1], Eurostat prc_hicp_ainr, aktualisiert 17.09.2026, abgerufen 24.10.2026
HVPI Nahrungsmittel, Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 MitgliedstaatenEU-27 (ab 2020) 202497,27Portugal 202497,27EU-27 (ab 2020) 202395,31EU-27 (ab 2020) 202284,58Wert (Index, 2025 = 100) · Basis: 0
HVPI Nahrungsmittel, Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 Mitgliedstaaten · Quelle: [2], Eurostat prc_hicp_ainr, aktualisiert 17.09.2026, abgerufen 24.10.2026
RangBezeichnungWert (Index, 2025 = 100)Anteil
1EU-27 (ab 2020) 20251001,1 %
2Belgien 20251001,1 %
3Bulgarien 20251001,1 %
4Tschechien 20251001,1 %
5Dänemark 20251001,1 %
6Deutschland 20251001,1 %
7Estland 20251001,1 %
8Irland 20251001,1 %
9Griechenland 20251001,1 %
10Spanien 20251001,1 %
11Frankreich 20251001,1 %
12Kroatien 20251001,1 %
13Italien 20251001,1 %
14Zypern 20251001,1 %
15Lettland 20251001,1 %
16Litauen 20251001,1 %
17Luxemburg 20251001,1 %
18Ungarn 20251001,1 %
19Malta 20251001,1 %
20Niederlande 20251001,1 %
21Österreich 20251001,1 %
22Polen 20251001,1 %
23Portugal 20251001,1 %
24Rumänien 20251001,1 %
25Slowenien 20251001,1 %
26Slowakei 20251001,1 %
27Finnland 20251001,1 %
28Schweden 20251001,1 %
29Frankreich 202497,951 %
30Finnland 202497,691 %
31Luxemburg 202497,151 %
32Italien 202496,91 %
33Irland 202496,411 %
34Niederlande 202496,311 %
35Schweden 202496,311 %
36Deutschland 202496,131 %
37Spanien 202496,081 %
38EU-27 (ab 2020) 202496,061 %
39Malta 202495,991 %
40Dänemark 202395,881 %
41Belgien 202495,851 %
42Tschechien 202495,581 %
43Estland 202495,431 %
44Zypern 202495,381 %
45Frankreich 202394,971 %
46Slowenien 202494,581 %
47Portugal 202494,491 %
48Finnland 202394,461 %
49Österreich 202494,441 %
50Polen 202494,391 %
51Litauen 2024941 %
52Griechenland 202493,891 %
53Italien 202393,81 %
54Luxemburg 202393,511 %
55Kroatien 202492,611 %
56Schweden 202392,221 %
57Malta 202392,151 %
58Ungarn 202492,121 %
59Slowakei 202491,581 %
60Irland 202391,431 %
61Lettland 202391,431 %
62EU-27 (ab 2020) 202391,421 %
63Niederlande 202391,391 %
64Belgien 202391,191 %
65Zypern 202390,541 %
66Luxemburg 202290,381 %
67Frankreich 202290,181 %
68Deutschland 202390,051 %
69Estland 202389,680,9 %
70Slowenien 202389,470,9 %
71Portugal 202389,450,9 %
72Dänemark 202289,250,9 %
73Tschechien 202388,980,9 %
74Italien 202288,70,9 %
75Griechenland 202388,610,9 %
76Österreich 202388,220,9 %
77Finnland 202288,080,9 %
78Slowakei 202387,240,9 %
79Spanien 202286,120,9 %
80Litauen 202385,910,9 %
81Malta 202285,910,9 %
82Zypern 202285,590,9 %
83Irland 202285,430,9 %
84Ungarn 202385,030,9 %
85Belgien 202284,350,9 %
86Niederlande 202284,040,9 %
87Kroatien 202384,030,9 %
88Bulgarien 202383,780,9 %
89Griechenland 202282,910,9 %
90Portugal 202282,410,9 %
91Rumänien 202381,610,9 %
92Lettland 202281,590,9 %
93Slowenien 202280,920,9 %
94Estland 202280,810,9 %
95Österreich 202278,690,8 %
96Tschechien 202277,940,8 %
97Slowakei 202276,160,8 %
98Polen 202275,970,8 %
99Litauen 202275,330,8 %
100Bulgarien 202273,620,8 %
101Kroatien 202272,820,8 %
102Rumänien 202270,640,7 %
103Ungarn 202268,560,7 %

Deutschland: Ab 2023 lief die Speisekarte den Lebensmitteln davon

Deutschland folgt dem EU-Muster fast deckungsgleich. Der Preisindex für Restaurants, Cafés und Kantinen lag 2023 bei 90,05 Punkten und 2024 bei 96,13 Punkten [1]. Die EU-27 kam auf 91,42 und 96,06 Punkte [1]. Von 2023 bis 2025 legten die deutschen Kartenpreise damit etwas stärker zu als im EU-Durchschnitt.

Bei Lebensmitteln verlief die Entwicklung anders. Der deutsche Index stieg von 85,24 Punkten im Jahr 2022 auf 96,27 Punkte im Jahr 2023 [2]. 2024 lag er bei 98,01 Punkten [2]. Nach dem Sprung von 2022 auf 2023 bewegten sich die Lebensmittelpreise nur noch wenig. Die Gastronomie zog dagegen weiter deutlich an [1][2].

Für 2022 enthält die Tabelle keinen deutschen Wert für die Gastronomie [1]. Ob die Kartenpreise über den gesamten Zeitraum 2022 bis 2025 stärker stiegen als Lebensmittel, lässt sich für Deutschland deshalb nicht belegen. Belegt ist der Vergleich der Lebensmittel mit dem allgemeinen Preisniveau: Der Gesamtindex lag 2022 bei 89,99 Punkten, der Lebensmittelindex bei 85,24 Punkten [2][3]. Lebensmittel verteuerten sich also stärker als der Durchschnitt.

Eine Einschränkung gilt für alle Lebensmittelwerte: Der HVPI misst Verbraucherpreise [2]. Gastronomen können im Großhandel und zu anderen Konditionen einkaufen. Der Lebensmittelindex zeigt daher die Richtung der Einkaufskosten, nicht den Wareneinsatz eines einzelnen Betriebs.

HVPI Service für Speisen und Getränke (Restaurants, Cafés, Kantinen), Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 MitgliedstaatenDeutschland 202496,13EU-27 (ab 2020) 202496,06EU-27 (ab 2020) 202391,42Deutschland 202390,05Wert (Index, 2025 = 100) · Basis: 0
HVPI Service für Speisen und Getränke (Restaurants, Cafés, Kantinen), Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 Mitgliedstaaten · Quelle: [1], Eurostat prc_hicp_ainr, aktualisiert 17.09.2026, abgerufen 24.10.2026
HVPI Nahrungsmittel, Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 MitgliedstaatenDeutschland 202498,01Frankreich 202398,01Deutschland 202396,27Deutschland 202285,24Wert (Index, 2025 = 100) · Basis: 0
HVPI Nahrungsmittel, Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 Mitgliedstaaten · Quelle: [2], Eurostat prc_hicp_ainr, aktualisiert 17.09.2026, abgerufen 24.10.2026
HVPI insgesamt, Jahresdurchschnittsindex 2022 und 2025, EU-27 und 27 MitgliedstaatenDeutschland 202289,99Tschechien 202285Wert (Index, 2025 = 100) · Basis: 0
HVPI insgesamt, Jahresdurchschnittsindex 2022 und 2025, EU-27 und 27 Mitgliedstaaten · Quelle: [3], Eurostat prc_hicp_ainr, aktualisiert 17.09.2026, abgerufen 24.10.2026
RangBezeichnungWert (Index, 2025 = 100)Anteil
1EU-27 (ab 2020) 20251001,1 %
2Belgien 20251001,1 %
3Bulgarien 20251001,1 %
4Tschechien 20251001,1 %
5Dänemark 20251001,1 %
6Deutschland 20251001,1 %
7Estland 20251001,1 %
8Irland 20251001,1 %
9Griechenland 20251001,1 %
10Spanien 20251001,1 %
11Frankreich 20251001,1 %
12Kroatien 20251001,1 %
13Italien 20251001,1 %
14Zypern 20251001,1 %
15Lettland 20251001,1 %
16Litauen 20251001,1 %
17Luxemburg 20251001,1 %
18Ungarn 20251001,1 %
19Malta 20251001,1 %
20Niederlande 20251001,1 %
21Österreich 20251001,1 %
22Polen 20251001,1 %
23Portugal 20251001,1 %
24Rumänien 20251001,1 %
25Slowenien 20251001,1 %
26Slowakei 20251001,1 %
27Finnland 20251001,1 %
28Schweden 20251001,1 %
29Frankreich 202497,951 %
30Finnland 202497,691 %
31Luxemburg 202497,151 %
32Italien 202496,91 %
33Irland 202496,411 %
34Niederlande 202496,311 %
35Schweden 202496,311 %
36Deutschland 202496,131 %
37Spanien 202496,081 %
38EU-27 (ab 2020) 202496,061 %
39Malta 202495,991 %
40Dänemark 202395,881 %
41Belgien 202495,851 %
42Tschechien 202495,581 %
43Estland 202495,431 %
44Zypern 202495,381 %
45Frankreich 202394,971 %
46Slowenien 202494,581 %
47Portugal 202494,491 %
48Finnland 202394,461 %
49Österreich 202494,441 %
50Polen 202494,391 %
51Litauen 2024941 %
52Griechenland 202493,891 %
53Italien 202393,81 %
54Luxemburg 202393,511 %
55Kroatien 202492,611 %
56Schweden 202392,221 %
57Malta 202392,151 %
58Ungarn 202492,121 %
59Slowakei 202491,581 %
60Irland 202391,431 %
61Lettland 202391,431 %
62EU-27 (ab 2020) 202391,421 %
63Niederlande 202391,391 %
64Belgien 202391,191 %
65Zypern 202390,541 %
66Luxemburg 202290,381 %
67Frankreich 202290,181 %
68Deutschland 202390,051 %
69Estland 202389,680,9 %
70Slowenien 202389,470,9 %
71Portugal 202389,450,9 %
72Dänemark 202289,250,9 %
73Tschechien 202388,980,9 %
74Italien 202288,70,9 %
75Griechenland 202388,610,9 %
76Österreich 202388,220,9 %
77Finnland 202288,080,9 %
78Slowakei 202387,240,9 %
79Spanien 202286,120,9 %
80Litauen 202385,910,9 %
81Malta 202285,910,9 %
82Zypern 202285,590,9 %
83Irland 202285,430,9 %
84Ungarn 202385,030,9 %
85Belgien 202284,350,9 %
86Niederlande 202284,040,9 %
87Kroatien 202384,030,9 %
88Bulgarien 202383,780,9 %
89Griechenland 202282,910,9 %
90Portugal 202282,410,9 %
91Rumänien 202381,610,9 %
92Lettland 202281,590,9 %
93Slowenien 202280,920,9 %
94Estland 202280,810,9 %
95Österreich 202278,690,8 %
96Tschechien 202277,940,8 %
97Slowakei 202276,160,8 %
98Polen 202275,970,8 %
99Litauen 202275,330,8 %
100Bulgarien 202273,620,8 %
101Kroatien 202272,820,8 %
102Rumänien 202270,640,7 %
103Ungarn 202268,560,7 %

Ungarn, Rumänien, Kroatien: Hier stiegen die Kartenpreise am stärksten

Die stärksten Preissprünge in der Gastronomie gab es im Osten der EU. Unter den Staaten mit Wert für 2022 liegt Ungarn vorn: Der Index stand dort 2022 bei 68,56 Punkten [1]. Bis 2025 kamen 31,4 Indexpunkte hinzu, das Preisniveau stieg um den Faktor 1,46 [1]. Die ungarische Gastronomie lag 2022 also bei gut zwei Dritteln des Preisniveaus von 2025.

Dahinter folgen Rumänien mit 70,64 Punkten, Kroatien mit 72,82 Punkten und Bulgarien mit 73,62 Punkten [1]. Auch Litauen mit 75,33 Punkten, Polen mit 75,97 Punkten und die Slowakei mit 76,16 Punkten zählen zur Spitzengruppe [1]. Tschechien kommt auf 77,94 Punkte, Österreich auf 78,69 Punkte [1]. Damit gehören drei direkte Nachbarn Deutschlands zu den neun Staaten mit dem stärksten Anstieg.

Am anderen Ende der Rangliste stehen Staaten aus dem Westen und Norden. In Luxemburg lag der Index 2022 bei 90,38 Punkten, in Frankreich bei 90,18 Punkten [1]. Dänemark kommt auf 89,25 Punkte, Italien auf 88,7 Punkte und Finnland auf 88,08 Punkte [1]. In diesen Staaten stiegen die Kartenpreise bis 2025 am schwächsten.

Deutschland und Schweden fehlen in dieser Rangliste, weil die Tabelle für 2022 keinen Wert enthält [1]. Wichtig für die Einordnung: Der Index misst die Veränderung, nicht das Preisniveau. Ein niedriger Wert für 2022 heißt, dass die Preise stark gestiegen sind. Ob ein Essen in Ungarn teurer oder günstiger ist als in Luxemburg, sagt er nicht.

HVPI Service für Speisen und Getränke (Restaurants, Cafés, Kantinen), Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 MitgliedstaatenLuxemburg 202290,38Frankreich 202290,18Dänemark 202289,25Italien 202288,7Finnland 202288,08Österreich 202278,69Tschechien 202277,94Slowakei 202276,16Polen 202275,97Litauen 202275,33Bulgarien 202273,62Kroatien 202272,82Rumänien 202270,64Ungarn 202268,56Wert (Index, 2025 = 100) · Basis: 0
HVPI Service für Speisen und Getränke (Restaurants, Cafés, Kantinen), Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 Mitgliedstaaten · Quelle: [1], Eurostat prc_hicp_ainr, aktualisiert 17.09.2026, abgerufen 24.10.2026
RangBezeichnungWert (Index, 2025 = 100)Anteil
1EU-27 (ab 2020) 20251001,1 %
2Belgien 20251001,1 %
3Bulgarien 20251001,1 %
4Tschechien 20251001,1 %
5Dänemark 20251001,1 %
6Deutschland 20251001,1 %
7Estland 20251001,1 %
8Irland 20251001,1 %
9Griechenland 20251001,1 %
10Spanien 20251001,1 %
11Frankreich 20251001,1 %
12Kroatien 20251001,1 %
13Italien 20251001,1 %
14Zypern 20251001,1 %
15Lettland 20251001,1 %
16Litauen 20251001,1 %
17Luxemburg 20251001,1 %
18Ungarn 20251001,1 %
19Malta 20251001,1 %
20Niederlande 20251001,1 %
21Österreich 20251001,1 %
22Polen 20251001,1 %
23Portugal 20251001,1 %
24Rumänien 20251001,1 %
25Slowenien 20251001,1 %
26Slowakei 20251001,1 %
27Finnland 20251001,1 %
28Schweden 20251001,1 %
29Frankreich 202497,951 %
30Finnland 202497,691 %
31Luxemburg 202497,151 %
32Italien 202496,91 %
33Irland 202496,411 %
34Niederlande 202496,311 %
35Schweden 202496,311 %
36Deutschland 202496,131 %
37Spanien 202496,081 %
38EU-27 (ab 2020) 202496,061 %
39Malta 202495,991 %
40Dänemark 202395,881 %
41Belgien 202495,851 %
42Tschechien 202495,581 %
43Estland 202495,431 %
44Zypern 202495,381 %
45Frankreich 202394,971 %
46Slowenien 202494,581 %
47Portugal 202494,491 %
48Finnland 202394,461 %
49Österreich 202494,441 %
50Polen 202494,391 %
51Litauen 2024941 %
52Griechenland 202493,891 %
53Italien 202393,81 %
54Luxemburg 202393,511 %
55Kroatien 202492,611 %
56Schweden 202392,221 %
57Malta 202392,151 %
58Ungarn 202492,121 %
59Slowakei 202491,581 %
60Irland 202391,431 %
61Lettland 202391,431 %
62EU-27 (ab 2020) 202391,421 %
63Niederlande 202391,391 %
64Belgien 202391,191 %
65Zypern 202390,541 %
66Luxemburg 202290,381 %
67Frankreich 202290,181 %
68Deutschland 202390,051 %
69Estland 202389,680,9 %
70Slowenien 202389,470,9 %
71Portugal 202389,450,9 %
72Dänemark 202289,250,9 %
73Tschechien 202388,980,9 %
74Italien 202288,70,9 %
75Griechenland 202388,610,9 %
76Österreich 202388,220,9 %
77Finnland 202288,080,9 %
78Slowakei 202387,240,9 %
79Spanien 202286,120,9 %
80Litauen 202385,910,9 %
81Malta 202285,910,9 %
82Zypern 202285,590,9 %
83Irland 202285,430,9 %
84Ungarn 202385,030,9 %
85Belgien 202284,350,9 %
86Niederlande 202284,040,9 %
87Kroatien 202384,030,9 %
88Bulgarien 202383,780,9 %
89Griechenland 202282,910,9 %
90Portugal 202282,410,9 %
91Rumänien 202381,610,9 %
92Lettland 202281,590,9 %
93Slowenien 202280,920,9 %
94Estland 202280,810,9 %
95Österreich 202278,690,8 %
96Tschechien 202277,940,8 %
97Slowakei 202276,160,8 %
98Polen 202275,970,8 %
99Litauen 202275,330,8 %
100Bulgarien 202273,620,8 %
101Kroatien 202272,820,8 %
102Rumänien 202270,640,7 %
103Ungarn 202268,560,7 %

Die Preisschere: In 16 Staaten verteuerte sich die Karte stärker als der Einkauf

Der direkte Vergleich der Werte für 2022 zeigt, in welche Richtung die Schere aufging. Liegt der Gastronomieindex tiefer als der Lebensmittelindex, sind die Kartenpreise bis 2025 stärker gestiegen. Das trifft auf 16 Mitgliedstaaten zu [1][2]. In Ungarn stehen 68,56 Punkte in der Gastronomie 79,02 Punkten bei Lebensmitteln gegenüber, in Kroatien 72,82 gegenüber 81,72 Punkten [1][2].

Unter den Staaten mit beiden Werten lagen die Reihen in Tschechien am weitesten auseinander. Der Gastronomieindex stand dort 2022 bei 77,94 Punkten, der Lebensmittelindex bei 88,48 Punkten [1][2]. In anderen Staaten war die Schere nur einen Spalt geöffnet. Lettland kommt auf 81,59 gegenüber 82,37 Punkten, Irland auf 85,43 gegenüber 85,77 Punkten und die Niederlande auf 84,04 gegenüber 85,29 Punkten [1][2].

In 8 Staaten öffnete sich die Schere in die andere Richtung. Dort verteuerten sich Lebensmittel stärker als der Restaurantbesuch [1][2]. Luxemburg kommt auf 90,38 Punkte in der Gastronomie und 86,74 Punkte bei Lebensmitteln, Frankreich auf 90,18 und 87,19 Punkte [1][2]. In Spanien stehen 86,12 Punkte in der Gastronomie 84,73 Punkten bei Lebensmitteln gegenüber [1][2]. Zu dieser Gruppe gehören außerdem Dänemark, Italien, Malta, Belgien und Estland.

Eindeutig ist der Vergleich mit dem allgemeinen Preisniveau. In allen Mitgliedstaaten, für die beide Werte vorliegen, lag der Gastronomieindex 2022 unter dem Gesamtindex [1][3]. Selbst in Frankreich, wo die Kartenpreise vergleichsweise wenig stiegen, stehen 90,18 Punkte einem Gesamtwert von 91,65 Punkten gegenüber [1][3]. Restaurants und Cafés haben sich in allen vergleichbaren Staaten stärker verteuert als der Durchschnitt aller Waren und Dienstleistungen.

Nicht in den Vergleich mit Lebensmitteln gehen Deutschland und Schweden ein, weil der Gastronomiewert für 2022 fehlt [1]. Griechenland fehlt, weil der Lebensmittelwert für 2022 nicht vorliegt [2]. Für Griechenland, Malta und die Slowakei fehlt zudem der Gesamtindex für 2022 [3].

HVPI Service für Speisen und Getränke (Restaurants, Cafés, Kantinen), Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 MitgliedstaatenLuxemburg 202290,38Frankreich 202290,18Spanien 202286,12Irland 202285,43Niederlande 202284,04Lettland 202281,59Tschechien 202277,94Kroatien 202272,82Ungarn 202268,56Wert (Index, 2025 = 100) · Basis: 0
HVPI Service für Speisen und Getränke (Restaurants, Cafés, Kantinen), Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 Mitgliedstaaten · Quelle: [1], Eurostat prc_hicp_ainr, aktualisiert 17.09.2026, abgerufen 24.10.2026
HVPI Nahrungsmittel, Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 MitgliedstaatenTschechien 202288,48Frankreich 202287,19Luxemburg 202286,74Irland 202285,77Österreich 202285,77Niederlande 202285,29Spanien 202284,73Schweden 202284,73Lettland 202282,37Kroatien 202281,72Ungarn 202279,02Wert (Index, 2025 = 100) · Basis: 0
HVPI Nahrungsmittel, Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 Mitgliedstaaten · Quelle: [2], Eurostat prc_hicp_ainr, aktualisiert 17.09.2026, abgerufen 24.10.2026
HVPI insgesamt, Jahresdurchschnittsindex 2022 und 2025, EU-27 und 27 MitgliedstaatenFrankreich 202291,65Tschechien 202285Wert (Index, 2025 = 100) · Basis: 0
HVPI insgesamt, Jahresdurchschnittsindex 2022 und 2025, EU-27 und 27 Mitgliedstaaten · Quelle: [3], Eurostat prc_hicp_ainr, aktualisiert 17.09.2026, abgerufen 24.10.2026
RangBezeichnungWert (Index, 2025 = 100)Anteil
1EU-27 (ab 2020) 20251001 %
2Belgien 20251001 %
3Bulgarien 20251001 %
4Tschechien 20251001 %
5Dänemark 20251001 %
6Deutschland 20251001 %
7Estland 20251001 %
8Irland 20251001 %
9Griechenland 20251001 %
10Spanien 20251001 %
11Frankreich 20251001 %
12Kroatien 20251001 %
13Italien 20251001 %
14Zypern 20251001 %
15Lettland 20251001 %
16Litauen 20251001 %
17Luxemburg 20251001 %
18Ungarn 20251001 %
19Malta 20251001 %
20Niederlande 20251001 %
21Österreich 20251001 %
22Polen 20251001 %
23Portugal 20251001 %
24Rumänien 20251001 %
25Slowenien 20251001 %
26Slowakei 20251001 %
27Finnland 20251001 %
28Schweden 20251001 %
29Zypern 202499,971 %
30Frankreich 202499,261 %
31Finnland 202399,131 %
32Tschechien 202398,841 %
33Finnland 202498,611 %
34Slowakei 202498,290,9 %
35Griechenland 202498,030,9 %
36Luxemburg 202498,030,9 %
37Deutschland 202498,010,9 %
38Frankreich 202398,010,9 %
39Spanien 202497,910,9 %
40Italien 202497,50,9 %
41Belgien 202497,460,9 %
42EU-27 (ab 2020) 202497,270,9 %
43Portugal 202497,270,9 %
44Ungarn 202497,150,9 %
45Ungarn 202397,140,9 %
46Österreich 202497,120,9 %
47Malta 202497,020,9 %
48Zypern 202396,860,9 %
49Schweden 202496,840,9 %
50Niederlande 202496,640,9 %
51Irland 202496,280,9 %
52Deutschland 202396,270,9 %
53Litauen 202396,240,9 %
54Tschechien 202496,020,9 %
55Litauen 202496,020,9 %
56Luxemburg 202395,940,9 %
57Slowakei 202395,940,9 %
58Schweden 202395,790,9 %
59Dänemark 202495,760,9 %
60Slowenien 202495,730,9 %
61Kroatien 202495,680,9 %
62Niederlande 202395,630,9 %
63Belgien 202395,440,9 %
64EU-27 (ab 2020) 202395,310,9 %
65Griechenland 202395,240,9 %
66Lettland 202495,240,9 %
67Italien 202395,20,9 %
68Österreich 202395,030,9 %
69Portugal 202395,020,9 %
70Slowenien 202394,870,9 %
71Bulgarien 202494,760,9 %
72Spanien 202394,580,9 %
73Dänemark 202394,340,9 %
74Estland 202494,180,9 %
75Irland 202394,050,9 %
76Rumänien 202493,760,9 %
77Lettland 202392,930,9 %
78Polen 202392,850,9 %
79Bulgarien 202392,480,9 %
80Malta 202392,330,9 %
81Kroatien 202392,320,9 %
82Estland 202392,020,9 %
83Rumänien 202391,340,9 %
84Finnland 202290,480,9 %
85Zypern 202290,030,9 %
86Tschechien 202288,480,9 %
87Frankreich 202287,190,8 %
88Dänemark 202287,090,8 %
89Luxemburg 202286,740,8 %
90Italien 202286,40,8 %
91Portugal 202286,40,8 %
92Irland 202285,770,8 %
93Österreich 202285,770,8 %
94Niederlande 202285,290,8 %
95Deutschland 202285,240,8 %
96Spanien 202284,730,8 %
97Schweden 202284,730,8 %
98EU-27 (ab 2020) 202284,580,8 %
99Slowenien 202284,530,8 %
100Litauen 202283,870,8 %
101Belgien 202283,630,8 %
102Malta 202283,180,8 %
103Lettland 202282,370,8 %
104Kroatien 202281,720,8 %
105Slowakei 202281,620,8 %
106Bulgarien 202281,010,8 %
107Polen 202280,070,8 %
108Rumänien 202279,730,8 %
109Estland 202279,270,8 %
110Ungarn 202279,020,8 %

Strom: Der Krisengipfel ist vorbei, in Deutschland bleibt der Preis hoch

Für Strom gibt es keine eigene Preisreihe der Gastronomie. Die Studie nutzt den Preis für Nicht-Haushaltskunden im Verbrauchsband IB, ohne Mehrwertsteuer und erstattungsfähige Steuern [7]. In der EU-27 lag dieser Preis im ersten Halbjahr 2022 bei 0,2064 Euro je kWh [7]. Im ersten Halbjahr 2023 erreichte er mit 0,2505 Euro den höchsten Wert der EU-Reihe [7]. Im zweiten Halbjahr 2025 lag er bei 0,2179 Euro je kWh [7].

In Deutschland verlief die Kurve anders. Im ersten Halbjahr 2022 zahlten Betriebe in diesem Band 0,2316 Euro je kWh, im zweiten Halbjahr 0,2242 Euro [7]. Damit lag Deutschland unter dem EU-Wert von 0,2359 Euro, ebenso im ersten Halbjahr 2023 mit 0,2476 gegenüber 0,2505 Euro [7]. Den Höchstwert erreichte die deutsche Reihe erst im ersten Halbjahr 2024 mit 0,2723 Euro je kWh [7]. Im zweiten Halbjahr 2025 lag der Preis bei 0,2618 Euro und damit klar über dem EU-Wert von 0,2179 Euro [7].

Im zweiten Halbjahr 2025 lagen unter den Staaten mit Wert nur Irland mit 0,2915 Euro und Polen mit 0,2635 Euro je kWh über Deutschland [7]. Die Spannweite in der EU ist groß. Der höchste Halbjahreswert im Datensatz lag beim 4,22-Fachen des niedrigsten [7]. Er stammt aus Rumänien im zweiten Halbjahr 2022 mit 0,3898 Euro, der niedrigste aus Finnland im zweiten Halbjahr 2025 mit 0,0923 Euro je kWh [7].

Mehrere Staaten mit hohen Krisenpreisen liegen heute deutlich tiefer. In Dänemark fiel der Preis vom zweiten Halbjahr 2022 bis zum zweiten Halbjahr 2025 von 0,2777 auf 0,1347 Euro, in Spanien von 0,2494 auf 0,1618 Euro [7]. In Italien sank er von 0,3427 auf 0,2377 Euro je kWh [7]. Gestiegen ist der Preis im selben Vergleich in Polen von 0,2136 auf 0,2635 Euro und in Frankreich von 0,1471 auf 0,1946 Euro [7].

Ob höhere Stromkosten in die Kartenpreise eingeflossen sind, lässt sich aus diesen Daten nicht ablesen. Strompreise in Euro je kWh und Preisindizes haben verschiedene Einheiten. Sie werden deshalb getrennt dargestellt und nicht auf einer gemeinsamen Skala verglichen.

Strompreis Nicht-Haushaltskunden, Band IB (20 bis 499 MWh), ohne MwSt. und erstattungsfähige Steuern, Halbjahre 2022 und 2025, EU-27 und 27 MitgliedstaatenRumänien 2022-S20,39Italien 2022-S20,34Griechenland 2022-S20,33Irland 2022-S20,32Zypern 2022-S20,32Litauen 2022-S20,32Kroatien 2022-S20,31Irland 2025-S10,31Belgien 2022-S20,29Irland 2025-S20,29Dänemark 2022-S20,28Niederlande 2025-S10,28Griechenland 2022-S10,27Italien 2022-S10,27Polen 2025-S10,27Wert (Euro je kWh) · Basis: 0
Strompreis Nicht-Haushaltskunden, Band IB (20 bis 499 MWh), ohne MwSt. und erstattungsfähige Steuern, Halbjahre 2022 und 2025, EU-27 und 27 Mitgliedstaaten · Quelle: [7], Eurostat nrg_pc_205, aktualisiert 19.10.2026, abgerufen 24.10.2026
Strompreis Nicht-Haushaltskunden, Band IB, ohne MwSt. und erstattungsfähige Steuern, alle Halbjahre 2022-S1 bis 2025-S2, EU-27 und DeutschlandDeutschland 2024-S10,27Deutschland 2024-S20,27Deutschland 2025-S10,26Deutschland 2025-S20,26EU-27 (ab 2020) 2023-S10,25Deutschland 2023-S10,25EU-27 (ab 2020) 2022-S20,24Deutschland 2022-S10,23EU-27 (ab 2020) 2023-S20,23EU-27 (ab 2020) 2024-S10,23EU-27 (ab 2020) 2025-S10,23EU-27 (ab 2020) 2024-S20,23Deutschland 2022-S20,22EU-27 (ab 2020) 2025-S20,22EU-27 (ab 2020) 2022-S10,21Wert (Euro je kWh) · Basis: 0
Strompreis Nicht-Haushaltskunden, Band IB, ohne MwSt. und erstattungsfähige Steuern, alle Halbjahre 2022-S1 bis 2025-S2, EU-27 und Deutschland · Quelle: [7], Eurostat nrg_pc_205, aktualisiert 19.10.2026, abgerufen 24.10.2026
RangBezeichnungWert (Euro je kWh)Anteil
1Deutschland 2024-S10,277,6 %
2Deutschland 2024-S20,277,5 %
3Deutschland 2025-S10,267,3 %
4Deutschland 2025-S20,267,3 %
5EU-27 (ab 2020) 2023-S10,257 %
6Deutschland 2023-S10,256,9 %
7EU-27 (ab 2020) 2022-S20,246,6 %
8Deutschland 2022-S10,236,4 %
9EU-27 (ab 2020) 2023-S20,236,4 %
10EU-27 (ab 2020) 2024-S10,236,4 %
11EU-27 (ab 2020) 2025-S10,236,4 %
12EU-27 (ab 2020) 2024-S20,236,3 %
13Deutschland 2022-S20,226,2 %
14EU-27 (ab 2020) 2025-S20,226,1 %
15EU-27 (ab 2020) 2022-S10,215,7 %

Mehr Euro, weniger Leistung: Der reale Umsatz in Deutschland sinkt

Höhere Preise füllen die Kasse, sie zeigen aber nicht, wie viel verkauft wurde. Der nominale Umsatz der deutschen Gastronomie stieg von 139,7 Punkten im Jahr 2022 auf 157 Punkte im Jahr 2025, gemessen am Jahr 2021 [4]. Zwischen 2023 und 2024 trat er mit 153,3 und 153,4 Punkten auf der Stelle [4].

Der reale Umsatz zeigt ein anderes Bild. Das Umsatzvolumen, also der um Preisänderungen bereinigte Umsatz, lag 2022 bei 130 Punkten und 2023 bei 131,7 Punkten [6]. Danach ging es zurück auf 130,2 Punkte im Jahr 2024 und 128,1 Punkte im Jahr 2025 [6]. Der Zuwachs in Euro geht damit vollständig auf höhere Preise zurück. Die verkaufte Leistung lag 2025 unter dem Stand von 2022.

Portugal ist der einzige weitere Mitgliedstaat mit einer amtlichen Volumenreihe [6]. Dort stieg das Volumen von 135,8 Punkten 2022 auf 143,3 Punkte 2023 und 146 Punkte 2024 [6]. 2025 ging es auf 142,2 Punkte zurück, blieb aber über dem Wert von 2022 [6]. Nominal kletterte der portugiesische Umsatz von 145 auf 184,1 Punkte [4]. Die Kartenpreise stiegen auch dort kräftig, der Gastronomieindex lag 2022 bei 82,41 Punkten [1].

Der EU-Vergleich ist nur nominal möglich. Kalenderbereinigt lag der Umsatz der Gastronomie 2022 in der EU-27 bei 140,8 Punkten und in Deutschland bei 139,7 Punkten [5]. Ab 2023 öffnete sich der Abstand: Die EU erreichte 157,8 Punkte, Deutschland 153,4 Punkte [5]. Bis 2025 wuchs die EU auf 172,3 Punkte, Deutschland nur auf 157,1 Punkte [5].

Für alle Umsatzwerte gilt: Das Basisjahr 2021 fällt in die Zeit der Corona-Einschränkungen. Hohe Indexwerte dürften deshalb zum Teil die Erholung von einem niedrigen Ausgangsniveau spiegeln. Vergleiche zwischen 2022 und 2025 sind davon weniger berührt als Vergleiche mit 2021.

Nettoumsatz Gastronomie (NACE I56), nominal, unbereinigt, Jahreswerte 2022 bis 2025, 26 EU-Staaten (ohne Irland)Portugal 2025184,1Rumänien 2024184,1Österreich 2024172Spanien 2025157,1Deutschland 2025157Deutschland 2024153,4Deutschland 2023153,3Portugal 2022145Deutschland 2022139,7Wert (Index, 2021 = 100) · Basis: 0
Nettoumsatz Gastronomie (NACE I56), nominal, unbereinigt, Jahreswerte 2022 bis 2025, 26 EU-Staaten (ohne Irland) · Quelle: [4], Eurostat sts_setu_a, aktualisiert 21.10.2026, abgerufen 24.10.2026
Nettoumsatz Gastronomie (NACE I56), nominal, kalenderbereinigt, EU-27 und Deutschland 2022 bis 2025EU-27 (ab 2020) 2025172,3EU-27 (ab 2020) 2023157,8Deutschland 2025157,1Deutschland 2023153,4Deutschland 2024153,3EU-27 (ab 2020) 2022140,8Deutschland 2022139,7Wert (Index, 2021 = 100) · Basis: 0
Nettoumsatz Gastronomie (NACE I56), nominal, kalenderbereinigt, EU-27 und Deutschland 2022 bis 2025 · Quelle: [5], Eurostat sts_setu_a, aktualisiert 21.10.2026, abgerufen 24.10.2026
Umsatzvolumen (real) Gastronomie (NACE I56), unbereinigt, Deutschland und Portugal 2022 bis 2025 (einzige Staaten mit amtlicher Volumenreihe)Portugal 2024146Portugal 2023143,3Portugal 2025142,2Portugal 2022135,8Deutschland 2023131,7Deutschland 2024130,2Deutschland 2022130Deutschland 2025128,1Wert (Index, 2021 = 100) · Basis: 0
Umsatzvolumen (real) Gastronomie (NACE I56), unbereinigt, Deutschland und Portugal 2022 bis 2025 (einzige Staaten mit amtlicher Volumenreihe) · Quelle: [6], Eurostat sts_setu_a, aktualisiert 21.10.2026, abgerufen 24.10.2026
RangBezeichnungWert (Index, 2021 = 100)Anteil
1Portugal 202414613,4 %
2Portugal 2023143,313,2 %
3Portugal 2025142,213,1 %
4Portugal 2022135,812,5 %
5Deutschland 2023131,712,1 %
6Deutschland 2024130,212 %
7Deutschland 202213012 %
8Deutschland 2025128,111,8 %

Nominaler Umsatz: Deutschland gehört 2025 zu den Schlusslichtern

Unter den 26 Staaten mit Daten liegt Lettland klar vorn. Der nominale Umsatzindex der lettischen Gastronomie erreichte 2025 einen Wert von 255,1 Punkten, gemessen an 2021 [4]. Schon 2022 stand Lettland bei 183,5 Punkten, danach folgten 228 und 236,2 Punkte [4]. Dahinter liegen Kroatien mit 216,4 Punkten, Ungarn mit 212,9 Punkten und Slowenien mit 210 Punkten [4].

Knapp dahinter folgen Bulgarien mit 204,5 Punkten, Litauen und die Slowakei mit je 203,6 Punkten sowie Polen mit 202,9 Punkten [4]. In Polen und der Slowakei war der Sprung seit 2022 besonders groß. Polen kam 2022 auf 133,8 Punkte, die Slowakei auf 139,4 Punkte [4].

Am unteren Ende stehen die nordischen Staaten und Deutschland. Schweden kommt 2025 auf 146,1 Punkte, Dänemark auf 146,4 Punkte und Finnland auf 147,8 Punkte [4]. Deutschland folgt mit 157 Punkten, fast gleichauf mit Spanien mit 157,1 Punkten [4]. Nur die drei nordischen Staaten lagen 2025 niedriger als Deutschland.

Eine Ausnahme im Zeitverlauf ist Rumänien. Der Index sank dort von 184,1 Punkten im Jahr 2024 auf 181,5 Punkte im Jahr 2025 [4]. Rumänien ist damit der einzige der 26 Staaten, dessen nominaler Umsatz 2025 unter dem Vorjahr lag [4]. In Deutschland stagnierte der Wert zwischen 2023 und 2024 bei 153,3 und 153,4 Punkten [4].

Hohe nominale Werte bedeuten nicht automatisch mehr Gäste. Der nominale Umsatz enthält die Preisentwicklung. In Staaten mit stark steigenden Kartenpreisen wie Ungarn oder Kroatien wächst er schon deshalb schneller [1][4]. Eine Volumenreihe, die diesen Effekt herausrechnet, liegt nur für Deutschland und Portugal vor [6].

Nettoumsatz Gastronomie (NACE I56), nominal, unbereinigt, Jahreswerte 2022 bis 2025, 26 EU-Staaten (ohne Irland)Lettland 2025255,1Lettland 2024236,2Lettland 2023228Kroatien 2025216,4Ungarn 2025212,9Slowenien 2025210Bulgarien 2025204,5Litauen 2025203,6Slowakei 2025203,6Polen 2025202,9Portugal 2025184,1Rumänien 2024184,1Lettland 2022183,5Rumänien 2025181,5Spanien 2025157,1Deutschland 2025157Deutschland 2024153,4Deutschland 2023153,3Finnland 2025147,8Dänemark 2025146,4Schweden 2025146,1Slowakei 2022139,4Polen 2022133,8Wert (Index, 2021 = 100) · Basis: 0
Nettoumsatz Gastronomie (NACE I56), nominal, unbereinigt, Jahreswerte 2022 bis 2025, 26 EU-Staaten (ohne Irland) · Quelle: [4], Eurostat sts_setu_a, aktualisiert 21.10.2026, abgerufen 24.10.2026
Nettoumsatz Gastronomie (NACE I56), nominal, kalenderbereinigt, EU-27 und Deutschland 2022 bis 2025Deutschland 2025157,1Deutschland 2023153,4Deutschland 2024153,3Wert (Index, 2021 = 100) · Basis: 0
Nettoumsatz Gastronomie (NACE I56), nominal, kalenderbereinigt, EU-27 und Deutschland 2022 bis 2025 · Quelle: [5], Eurostat sts_setu_a, aktualisiert 21.10.2026, abgerufen 24.10.2026
RangBezeichnungWert (Index, 2021 = 100)Anteil
1Lettland 2025255,11,5 %
2Lettland 2024236,21,4 %
3Lettland 20232281,3 %
4Kroatien 2025216,41,2 %
5Ungarn 2025212,91,2 %
6Slowenien 20252101,2 %
7Bulgarien 2025204,51,2 %
8Litauen 2025203,61,2 %
9Slowakei 2025203,61,2 %
10Polen 2025202,91,2 %
11Kroatien 2024199,11,1 %
12Slowenien 2024197,11,1 %
13Zypern 20251941,1 %
14Luxemburg 2025192,91,1 %
15Ungarn 20241921,1 %
16Litauen 2024191,91,1 %
17Bulgarien 2024190,51,1 %
18Tschechien 2025189,71,1 %
19Estland 2025189,51,1 %
20Litauen 2023187,81,1 %
21Slowakei 2024184,81,1 %
22Niederlande 2025184,61,1 %
23Portugal 2025184,11,1 %
24Rumänien 2024184,11,1 %
25Lettland 2022183,51,1 %
26Belgien 2025182,31 %
27Rumänien 2025181,51 %
28Polen 2024180,91 %
29Luxemburg 2024180,31 %
30Slowakei 2023180,31 %
31Slowenien 2023180,11 %
32Estland 2024179,81 %
33Frankreich 2025178,81 %
34Portugal 2024178,51 %
35Tschechien 2024178,31 %
36Kroatien 2023178,21 %
37Zypern 2024178,21 %
38Malta 2025177,81 %
39Belgien 2024177,41 %
40Niederlande 2024176,91 %
41Malta 2024175,71 %
42Österreich 2025175,61 %
43Griechenland 2025174,71 %
44Österreich 20241721 %
45Frankreich 2024170,81 %
46Estland 2023170,71 %
47Rumänien 2023170,21 %
48Belgien 2023168,31 %
49Tschechien 2023168,31 %
50Niederlande 2023167,61 %
51Österreich 2023166,91 %
52Ungarn 2023166,81 %
53Portugal 20231661 %
54Bulgarien 2023165,81 %
55Zypern 2023165,30,9 %
56Italien 2025165,10,9 %
57Luxemburg 2023164,70,9 %
58Malta 2023163,30,9 %
59Italien 2024162,60,9 %
60Griechenland 2024162,30,9 %
61Frankreich 2023161,20,9 %
62Litauen 2022160,90,9 %
63Griechenland 2023160,70,9 %
64Polen 2023158,50,9 %
65Spanien 2025157,10,9 %
66Deutschland 20251570,9 %
67Italien 2023156,50,9 %
68Ungarn 2022154,80,9 %
69Deutschland 2024153,40,9 %
70Deutschland 2023153,30,9 %
71Spanien 2024152,40,9 %
72Slowenien 2022151,40,9 %
73Estland 2022149,10,9 %
74Niederlande 2022148,80,9 %
75Kroatien 20221480,8 %
76Finnland 2025147,80,8 %
77Belgien 2022146,90,8 %
78Österreich 2022146,60,8 %
79Dänemark 2025146,40,8 %
80Schweden 2025146,10,8 %
81Portugal 20221450,8 %
82Frankreich 2022144,90,8 %
83Tschechien 2022144,70,8 %
84Finnland 2024144,60,8 %
85Griechenland 2022143,80,8 %
86Malta 2022143,50,8 %
87Spanien 2023143,10,8 %
88Finnland 2023141,40,8 %
89Dänemark 2024140,70,8 %
90Deutschland 2022139,70,8 %
91Italien 2022139,60,8 %
92Slowakei 2022139,40,8 %
93Schweden 2024139,20,8 %
94Bulgarien 2022137,20,8 %
95Dänemark 2023136,30,8 %
96Rumänien 20221360,8 %
97Schweden 2023135,30,8 %
98Zypern 2022134,90,8 %
99Luxemburg 2022134,90,8 %
100Polen 2022133,80,8 %
101Spanien 2022130,90,8 %
102Dänemark 2022128,70,7 %
103Finnland 2022127,70,7 %
104Schweden 2022125,80,7 %

Personal: In Malta, Bulgarien und Rumänien stiegen die Arbeitskosten am stärksten

Neben Einkauf und Energie zählt Personal zu den zentralen Kosten eines Gastronomiebetriebs. Der Arbeitskostenindex für das Gastgewerbe stieg in Deutschland von 113,4 Punkten im Jahr 2022 auf 131,1 Punkte im Jahr 2025, gemessen am Jahr 2020 [8]. In der EU-27 ging es von 104,9 auf 122,4 Punkte [8]. Der Index umfasst das gesamte Gastgewerbe, also neben der Gastronomie auch die Beherbergung [8].

Mit Abstand am höchsten liegt Malta. Der Index erreichte dort 2025 einen Wert von 244,4 Punkten, nach 164,7 Punkten im Jahr 2022 [8]. Es folgen Bulgarien mit 199,2 Punkten, Rumänien mit 189,2 Punkten, Griechenland mit 187,3 Punkten und Ungarn mit 187,2 Punkten [8]. In Bulgarien lag der Wert 2022 noch bei 129 Punkten, in Rumänien bei 121,2 Punkten [8].

Am schwächsten stiegen die Arbeitskosten seit 2020 in Italien. Dort lag der Index 2025 bei 106,5 Punkten, nach 96,6 Punkten im Jahr 2022 [8]. Auch Finnland mit 110,1 Punkten, Tschechien mit 110,4 Punkten und Spanien mit 115,8 Punkten liegen am unteren Ende [8]. Österreich kommt 2025 auf 131,7 Punkte und damit fast auf denselben Wert wie Deutschland [8].

Für Belgien, Dänemark und Irland enthält die Tabelle keine Werte [8]. Das Basisjahr 2020 unterscheidet sich von den Basisjahren der Preisindizes und der Umsatzreihen. Die Indexwerte lassen sich deshalb nicht direkt gegeneinander rechnen. Vergleichbar sind nur Richtung und Rangfolge.

Arbeitskostenindex Gastgewerbe (NACE I), nominal, 2022 und 2025, EU-27 und 24 MitgliedstaatenMalta 2025244,4Bulgarien 2025199,2Rumänien 2025189,2Griechenland 2025187,3Ungarn 2025187,2Malta 2022164,7Österreich 2025131,7Deutschland 2025131,1Bulgarien 2022129EU-27 (ab 2020) 2025122,4Rumänien 2022121,2Spanien 2025115,8Deutschland 2022113,4Frankreich 2022113Tschechien 2025110,4Finnland 2025110,1Italien 2025106,5Schweden 2022106EU-27 (ab 2020) 2022104,9Italien 202296,6Wert (Index, 2020 = 100) · Basis: 0
Arbeitskostenindex Gastgewerbe (NACE I), nominal, 2022 und 2025, EU-27 und 24 Mitgliedstaaten · Quelle: [8], Eurostat lc_lci_r2_a, aktualisiert 16.09.2026, abgerufen 24.10.2026
RangBezeichnungWert (Index, 2020 = 100)Anteil
1Malta 2025244,43,7 %
2Bulgarien 2025199,23 %
3Rumänien 2025189,22,9 %
4Griechenland 2025187,32,9 %
5Ungarn 2025187,22,8 %
6Litauen 2025185,92,8 %
7Polen 2025165,42,5 %
8Malta 2022164,72,5 %
9Kroatien 2025163,52,5 %
10Slowenien 2025155,32,4 %
11Slowakei 2025155,32,4 %
12Zypern 2025151,12,3 %
13Estland 2025145,22,2 %
14Litauen 2022140,92,1 %
15Lettland 2025139,92,1 %
16Zypern 2022138,82,1 %
17Österreich 2025131,72 %
18Deutschland 2025131,12 %
19Griechenland 2022129,62 %
20Bulgarien 20221292 %
21Portugal 2025125,21,9 %
22Ungarn 2022124,31,9 %
23Frankreich 2025123,41,9 %
24Schweden 2025122,61,9 %
25EU-27 (ab 2020) 2025122,41,9 %
26Rumänien 2022121,21,8 %
27Niederlande 2025119,71,8 %
28Luxemburg 2025119,11,8 %
29Polen 2022118,81,8 %
30Slowenien 20221181,8 %
31Spanien 2025115,81,8 %
32Slowakei 2022115,61,8 %
33Kroatien 2022113,61,7 %
34Deutschland 2022113,41,7 %
35Frankreich 20221131,7 %
36Estland 2022112,71,7 %
37Tschechien 2025110,41,7 %
38Finnland 2025110,11,7 %
39Italien 2025106,51,6 %
40Schweden 20221061,6 %
41EU-27 (ab 2020) 2022104,91,6 %
42Österreich 2022104,31,6 %
43Portugal 2022104,21,6 %
44Luxemburg 2022103,11,6 %
45Finnland 2022102,61,6 %
46Lettland 2022101,61,5 %
47Spanien 2022101,41,5 %
48Italien 202296,61,5 %
49Niederlande 202295,21,4 %
50Tschechien 202290,11,4 %

Kombination der Datensätze: Starke Preissprünge gehen mit hohem Nominalumsatz einher

Legt man Preise und Umsätze nebeneinander, zeigt sich ein deutliches Muster. Staaten mit den stärksten Preissteigerungen in der Gastronomie erreichen 2025 auch hohe nominale Umsatzwerte. Ungarn kommt auf einen Gastronomie-Preisindex von 68,56 Punkten für 2022 und einen Umsatzindex von 212,9 Punkten für 2025 [1][4]. In Kroatien stehen 72,82 Punkte 216,4 Punkten gegenüber, in Bulgarien 73,62 Punkte 204,5 Punkten [1][4].

Am anderen Ende ist es umgekehrt. Finnland verzeichnet mit 88,08 Punkten einen der schwächsten Preisanstiege und mit 147,8 Punkten einen niedrigen Umsatzindex [1][4]. Dänemark kommt auf 89,25 und 146,4 Punkte, Italien auf 88,7 und 165,1 Punkte [1][4]. Eine klare Ausnahme ist Luxemburg: Der Preisanstieg war mit 90,38 Punkten der schwächste, der Umsatzindex mit 192,9 Punkten dennoch hoch [1][4].

Bei den Arbeitskosten ist das Bild weniger einheitlich. In Ungarn, Bulgarien und Rumänien trafen stark steigende Kartenpreise und hohe Arbeitskostenwerte von 187,2, 199,2 und 189,2 Punkten zusammen [1][8]. Italien und Finnland liegen mit 106,5 und 110,1 Punkten bei beiden Größen unten [8]. Malta zeigt, dass das Muster nicht überall gilt: Die Arbeitskosten stiegen dort am stärksten, der Gastronomie-Preisindex lag 2022 aber bei 85,91 Punkten und damit deutlich höher als in Ungarn oder Rumänien [1][8].

Der reale Blick relativiert das Bild, ist aber nur für zwei Staaten möglich [6]. In Deutschland stieg der Gastronomie-Preisindex von 90,05 Punkten im Jahr 2023 auf 100 Punkte im Jahr 2025, das Volumen sank im selben Zeitraum von 131,7 auf 128,1 Punkte [1][6]. In Portugal lag der Preisindex 2022 bei 82,41 Punkten, das Volumen wuchs bis 2025 trotzdem von 135,8 auf 142,2 Punkte [1][6]. Starke Preiserhöhungen gehen also nicht zwangsläufig mit sinkender Nachfrage einher.

Zur Einordnung: Die Daten zeigen einen gemeinsamen Verlauf, sie belegen keine Ursache. Steigende Löhne, steigende Kartenpreise und ein steigender Nominalumsatz können gemeinsam von der allgemeinen Teuerung getragen sein. Weil der nominale Umsatz die Preise selbst enthält, wäre ein statistischer Zusammenhang zum Teil rechnerisch angelegt. Ein Korrelationskoeffizient wurde deshalb nicht berechnet.

HVPI Service für Speisen und Getränke (Restaurants, Cafés, Kantinen), Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 MitgliedstaatenEU-27 (ab 2020) 2025100Belgien 2025100Bulgarien 2025100Tschechien 2025100Dänemark 2025100Deutschland 2025100Estland 2025100Irland 2025100Griechenland 2025100Spanien 2025100Frankreich 2025100Kroatien 2025100Italien 2025100Zypern 2025100Lettland 2025100Litauen 2025100Luxemburg 2025100Ungarn 2025100Malta 2025100Niederlande 2025100Österreich 2025100Polen 2025100Portugal 2025100Rumänien 2025100Slowenien 2025100Slowakei 2025100Finnland 2025100Schweden 2025100Luxemburg 202290,38Deutschland 202390,05Dänemark 202289,25Italien 202288,7Finnland 202288,08Litauen 202385,91Malta 202285,91Portugal 202282,41Bulgarien 202273,62Kroatien 202272,82Ungarn 202268,56Wert (Index, 2025 = 100) · Basis: 0
HVPI Service für Speisen und Getränke (Restaurants, Cafés, Kantinen), Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 Mitgliedstaaten · Quelle: [1], Eurostat prc_hicp_ainr, aktualisiert 17.09.2026, abgerufen 24.10.2026
HVPI insgesamt, Jahresdurchschnittsindex 2022 und 2025, EU-27 und 27 MitgliedstaatenEU-27 (ab 2020) 2025100Belgien 2025100Bulgarien 2025100Tschechien 2025100Dänemark 2025100Deutschland 2025100Estland 2025100Irland 2025100Griechenland 2025100Spanien 2025100Frankreich 2025100Kroatien 2025100Italien 2025100Zypern 2025100Lettland 2025100Litauen 2025100Luxemburg 2025100Ungarn 2025100Malta 2025100Niederlande 2025100Österreich 2025100Polen 2025100Portugal 2025100Rumänien 2025100Slowenien 2025100Slowakei 2025100Finnland 2025100Schweden 2025100Tschechien 202285Wert (Index, 2025 = 100) · Basis: 0
HVPI insgesamt, Jahresdurchschnittsindex 2022 und 2025, EU-27 und 27 Mitgliedstaaten · Quelle: [3], Eurostat prc_hicp_ainr, aktualisiert 17.09.2026, abgerufen 24.10.2026
Nettoumsatz Gastronomie (NACE I56), nominal, unbereinigt, Jahreswerte 2022 bis 2025, 26 EU-Staaten (ohne Irland)Kroatien 2025216,4Ungarn 2025212,9Bulgarien 2025204,5Luxemburg 2025192,9Ungarn 2024192Italien 2025165,1Finnland 2025147,8Dänemark 2025146,4Wert (Index, 2021 = 100) · Basis: 0
Nettoumsatz Gastronomie (NACE I56), nominal, unbereinigt, Jahreswerte 2022 bis 2025, 26 EU-Staaten (ohne Irland) · Quelle: [4], Eurostat sts_setu_a, aktualisiert 21.10.2026, abgerufen 24.10.2026
Umsatzvolumen (real) Gastronomie (NACE I56), unbereinigt, Deutschland und Portugal 2022 bis 2025 (einzige Staaten mit amtlicher Volumenreihe)Portugal 2024146Portugal 2025142,2Portugal 2022135,8Deutschland 2023131,7Deutschland 2025128,1Wert (Index, 2021 = 100) · Basis: 0
Umsatzvolumen (real) Gastronomie (NACE I56), unbereinigt, Deutschland und Portugal 2022 bis 2025 (einzige Staaten mit amtlicher Volumenreihe) · Quelle: [6], Eurostat sts_setu_a, aktualisiert 21.10.2026, abgerufen 24.10.2026
Arbeitskostenindex Gastgewerbe (NACE I), nominal, 2022 und 2025, EU-27 und 24 MitgliedstaatenBulgarien 2025199,2Rumänien 2025189,2Ungarn 2025187,2Österreich 2025131,7Finnland 2025110,1Italien 2025106,5Schweden 2022106Wert (Index, 2020 = 100) · Basis: 0
Arbeitskostenindex Gastgewerbe (NACE I), nominal, 2022 und 2025, EU-27 und 24 Mitgliedstaaten · Quelle: [8], Eurostat lc_lci_r2_a, aktualisiert 16.09.2026, abgerufen 24.10.2026
RangBezeichnungWert (Index, 2021 = 100)Anteil
1Lettland 2025255,11,5 %
2Lettland 2024236,21,4 %
3Lettland 20232281,3 %
4Kroatien 2025216,41,2 %
5Ungarn 2025212,91,2 %
6Slowenien 20252101,2 %
7Bulgarien 2025204,51,2 %
8Litauen 2025203,61,2 %
9Slowakei 2025203,61,2 %
10Polen 2025202,91,2 %
11Kroatien 2024199,11,1 %
12Slowenien 2024197,11,1 %
13Zypern 20251941,1 %
14Luxemburg 2025192,91,1 %
15Ungarn 20241921,1 %
16Litauen 2024191,91,1 %
17Bulgarien 2024190,51,1 %
18Tschechien 2025189,71,1 %
19Estland 2025189,51,1 %
20Litauen 2023187,81,1 %
21Slowakei 2024184,81,1 %
22Niederlande 2025184,61,1 %
23Portugal 2025184,11,1 %
24Rumänien 2024184,11,1 %
25Lettland 2022183,51,1 %
26Belgien 2025182,31 %
27Rumänien 2025181,51 %
28Polen 2024180,91 %
29Luxemburg 2024180,31 %
30Slowakei 2023180,31 %
31Slowenien 2023180,11 %
32Estland 2024179,81 %
33Frankreich 2025178,81 %
34Portugal 2024178,51 %
35Tschechien 2024178,31 %
36Kroatien 2023178,21 %
37Zypern 2024178,21 %
38Malta 2025177,81 %
39Belgien 2024177,41 %
40Niederlande 2024176,91 %
41Malta 2024175,71 %
42Österreich 2025175,61 %
43Griechenland 2025174,71 %
44Österreich 20241721 %
45Frankreich 2024170,81 %
46Estland 2023170,71 %
47Rumänien 2023170,21 %
48Belgien 2023168,31 %
49Tschechien 2023168,31 %
50Niederlande 2023167,61 %
51Österreich 2023166,91 %
52Ungarn 2023166,81 %
53Portugal 20231661 %
54Bulgarien 2023165,81 %
55Zypern 2023165,30,9 %
56Italien 2025165,10,9 %
57Luxemburg 2023164,70,9 %
58Malta 2023163,30,9 %
59Italien 2024162,60,9 %
60Griechenland 2024162,30,9 %
61Frankreich 2023161,20,9 %
62Litauen 2022160,90,9 %
63Griechenland 2023160,70,9 %
64Polen 2023158,50,9 %
65Spanien 2025157,10,9 %
66Deutschland 20251570,9 %
67Italien 2023156,50,9 %
68Ungarn 2022154,80,9 %
69Deutschland 2024153,40,9 %
70Deutschland 2023153,30,9 %
71Spanien 2024152,40,9 %
72Slowenien 2022151,40,9 %
73Estland 2022149,10,9 %
74Niederlande 2022148,80,9 %
75Kroatien 20221480,8 %
76Finnland 2025147,80,8 %
77Belgien 2022146,90,8 %
78Österreich 2022146,60,8 %
79Dänemark 2025146,40,8 %
80Schweden 2025146,10,8 %
81Portugal 20221450,8 %
82Frankreich 2022144,90,8 %
83Tschechien 2022144,70,8 %
84Finnland 2024144,60,8 %
85Griechenland 2022143,80,8 %
86Malta 2022143,50,8 %
87Spanien 2023143,10,8 %
88Finnland 2023141,40,8 %
89Dänemark 2024140,70,8 %
90Deutschland 2022139,70,8 %
91Italien 2022139,60,8 %
92Slowakei 2022139,40,8 %
93Schweden 2024139,20,8 %
94Bulgarien 2022137,20,8 %
95Dänemark 2023136,30,8 %
96Rumänien 20221360,8 %
97Schweden 2023135,30,8 %
98Zypern 2022134,90,8 %
99Luxemburg 2022134,90,8 %
100Polen 2022133,80,8 %
101Spanien 2022130,90,8 %
102Dänemark 2022128,70,7 %
103Finnland 2022127,70,7 %
104Schweden 2022125,80,7 %

Fünf Länder, fünf Muster der Preisschere

Ungarn zeigt die Schere in ihrer weitesten Form. Lebensmittel sprangen von 79,02 Punkten im Jahr 2022 auf 97,14 Punkte im Jahr 2023 und blieben 2024 mit 97,15 Punkten fast unverändert [2]. Die Gastronomie zog dagegen stetig weiter, von 68,56 über 85,03 auf 92,12 Punkte [1]. Der Arbeitskostenindex im Gastgewerbe stieg von 124,3 auf 187,2 Punkte [8].

Tschechien zeigt unter den Staaten mit beiden Werten den größten Abstand zwischen den Reihen. Der Gastronomieindex kletterte von 77,94 Punkten im Jahr 2022 über 88,98 auf 95,58 Punkte im Jahr 2024 [1]. Lebensmittel erreichten schon 2023 einen Wert von 98,84 Punkten und fielen 2024 auf 96,02 Punkte zurück [2]. Die Arbeitskosten stiegen mit 90,1 auf 110,4 Punkte vergleichsweise moderat [8].

Estland ist die Ausnahme im Osten. Lebensmittel lagen 2022 bei 79,27 Punkten und damit tiefer als die Gastronomie mit 80,81 Punkten [1][2]. 2023 stand die Gastronomie bei 89,68 Punkten, Lebensmittel bei 92,02 Punkten [1][2]. 2024 drehte sich das Bild erneut: Lebensmittel lagen mit 94,18 Punkten wieder unter der Gastronomie mit 95,43 Punkten [1][2].

Frankreich steht für die umgekehrte Schere im Westen. Der Lebensmittelindex lag 2022 bei 87,19 Punkten, der Gastronomieindex bei 90,18 Punkten [1][2]. Lebensmittel erreichten 2023 bereits 98,01 Punkte, die Gastronomie 94,97 Punkte [1][2]. Der Strompreis im Band IB stieg vom zweiten Halbjahr 2022 bis zum zweiten Halbjahr 2025 von 0,1471 auf 0,1946 Euro je kWh [7].

Österreich ist für deutsche Betriebe der naheliegende Vergleich. Der Gastronomieindex lag 2022 bei 78,69 Punkten, Lebensmittel bei 85,77 Punkten [1][2]. Die Arbeitskosten stiegen von 104,3 auf 131,7 Punkte, der nominale Umsatz von 146,6 auf 175,6 Punkte [4][8]. Strom kostete im ersten Halbjahr 2025 0,2321 Euro je kWh, nach 0,1639 Euro im ersten Halbjahr 2022 [7].

HVPI Service für Speisen und Getränke (Restaurants, Cafés, Kantinen), Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 MitgliedstaatenLuxemburg 202497,15Tschechien 202495,58Estland 202495,43Frankreich 202394,97Litauen 202494Ungarn 202492,12Frankreich 202290,18Estland 202389,68Tschechien 202388,98Ungarn 202385,03Estland 202280,81Österreich 202278,69Tschechien 202277,94Ungarn 202268,56Wert (Index, 2025 = 100) · Basis: 0
HVPI Service für Speisen und Getränke (Restaurants, Cafés, Kantinen), Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 Mitgliedstaaten · Quelle: [1], Eurostat prc_hicp_ainr, aktualisiert 17.09.2026, abgerufen 24.10.2026
HVPI Nahrungsmittel, Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 MitgliedstaatenTschechien 202398,84Deutschland 202498,01Frankreich 202398,01Ungarn 202497,15Ungarn 202397,14Tschechien 202496,02Litauen 202496,02Estland 202494,18Estland 202392,02Frankreich 202287,19Irland 202285,77Österreich 202285,77Estland 202279,27Ungarn 202279,02Wert (Index, 2025 = 100) · Basis: 0
HVPI Nahrungsmittel, Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 Mitgliedstaaten · Quelle: [2], Eurostat prc_hicp_ainr, aktualisiert 17.09.2026, abgerufen 24.10.2026
Nettoumsatz Gastronomie (NACE I56), nominal, unbereinigt, Jahreswerte 2022 bis 2025, 26 EU-Staaten (ohne Irland)Österreich 2025175,6Österreich 2022146,6Wert (Index, 2021 = 100) · Basis: 0
Nettoumsatz Gastronomie (NACE I56), nominal, unbereinigt, Jahreswerte 2022 bis 2025, 26 EU-Staaten (ohne Irland) · Quelle: [4], Eurostat sts_setu_a, aktualisiert 21.10.2026, abgerufen 24.10.2026
Umsatzvolumen (real) Gastronomie (NACE I56), unbereinigt, Deutschland und Portugal 2022 bis 2025 (einzige Staaten mit amtlicher Volumenreihe)Portugal 2024146Deutschland 2023131,7Wert (Index, 2021 = 100) · Basis: 0
Umsatzvolumen (real) Gastronomie (NACE I56), unbereinigt, Deutschland und Portugal 2022 bis 2025 (einzige Staaten mit amtlicher Volumenreihe) · Quelle: [6], Eurostat sts_setu_a, aktualisiert 21.10.2026, abgerufen 24.10.2026
Arbeitskostenindex Gastgewerbe (NACE I), nominal, 2022 und 2025, EU-27 und 24 MitgliedstaatenUngarn 2025187,2Österreich 2025131,7Ungarn 2022124,3Tschechien 2025110,4Österreich 2022104,3Tschechien 202290,1Wert (Index, 2020 = 100) · Basis: 0
Arbeitskostenindex Gastgewerbe (NACE I), nominal, 2022 und 2025, EU-27 und 24 Mitgliedstaaten · Quelle: [8], Eurostat lc_lci_r2_a, aktualisiert 16.09.2026, abgerufen 24.10.2026
RangBezeichnungWert (Index, 2025 = 100)Anteil
1EU-27 (ab 2020) 20251001,1 %
2Belgien 20251001,1 %
3Bulgarien 20251001,1 %
4Tschechien 20251001,1 %
5Dänemark 20251001,1 %
6Deutschland 20251001,1 %
7Estland 20251001,1 %
8Irland 20251001,1 %
9Griechenland 20251001,1 %
10Spanien 20251001,1 %
11Frankreich 20251001,1 %
12Kroatien 20251001,1 %
13Italien 20251001,1 %
14Zypern 20251001,1 %
15Lettland 20251001,1 %
16Litauen 20251001,1 %
17Luxemburg 20251001,1 %
18Ungarn 20251001,1 %
19Malta 20251001,1 %
20Niederlande 20251001,1 %
21Österreich 20251001,1 %
22Polen 20251001,1 %
23Portugal 20251001,1 %
24Rumänien 20251001,1 %
25Slowenien 20251001,1 %
26Slowakei 20251001,1 %
27Finnland 20251001,1 %
28Schweden 20251001,1 %
29Frankreich 202497,951 %
30Finnland 202497,691 %
31Luxemburg 202497,151 %
32Italien 202496,91 %
33Irland 202496,411 %
34Niederlande 202496,311 %
35Schweden 202496,311 %
36Deutschland 202496,131 %
37Spanien 202496,081 %
38EU-27 (ab 2020) 202496,061 %
39Malta 202495,991 %
40Dänemark 202395,881 %
41Belgien 202495,851 %
42Tschechien 202495,581 %
43Estland 202495,431 %
44Zypern 202495,381 %
45Frankreich 202394,971 %
46Slowenien 202494,581 %
47Portugal 202494,491 %
48Finnland 202394,461 %
49Österreich 202494,441 %
50Polen 202494,391 %
51Litauen 2024941 %
52Griechenland 202493,891 %
53Italien 202393,81 %
54Luxemburg 202393,511 %
55Kroatien 202492,611 %
56Schweden 202392,221 %
57Malta 202392,151 %
58Ungarn 202492,121 %
59Slowakei 202491,581 %
60Irland 202391,431 %
61Lettland 202391,431 %
62EU-27 (ab 2020) 202391,421 %
63Niederlande 202391,391 %
64Belgien 202391,191 %
65Zypern 202390,541 %
66Luxemburg 202290,381 %
67Frankreich 202290,181 %
68Deutschland 202390,051 %
69Estland 202389,680,9 %
70Slowenien 202389,470,9 %
71Portugal 202389,450,9 %
72Dänemark 202289,250,9 %
73Tschechien 202388,980,9 %
74Italien 202288,70,9 %
75Griechenland 202388,610,9 %
76Österreich 202388,220,9 %
77Finnland 202288,080,9 %
78Slowakei 202387,240,9 %
79Spanien 202286,120,9 %
80Litauen 202385,910,9 %
81Malta 202285,910,9 %
82Zypern 202285,590,9 %
83Irland 202285,430,9 %
84Ungarn 202385,030,9 %
85Belgien 202284,350,9 %
86Niederlande 202284,040,9 %
87Kroatien 202384,030,9 %
88Bulgarien 202383,780,9 %
89Griechenland 202282,910,9 %
90Portugal 202282,410,9 %
91Rumänien 202381,610,9 %
92Lettland 202281,590,9 %
93Slowenien 202280,920,9 %
94Estland 202280,810,9 %
95Österreich 202278,690,8 %
96Tschechien 202277,940,8 %
97Slowakei 202276,160,8 %
98Polen 202275,970,8 %
99Litauen 202275,330,8 %
100Bulgarien 202273,620,8 %
101Kroatien 202272,820,8 %
102Rumänien 202270,640,7 %
103Ungarn 202268,560,7 %

Was die Zahlen für Gastronomen, Gründer und Gäste bedeuten

Für Betriebe in Deutschland lautet die zentrale Botschaft: Die höheren Preise haben den Umsatz in Euro getragen, nicht die verkaufte Menge. Nominal stand der Umsatz der Gastronomie 2025 bei 157 Punkten, real bei 128,1 Punkten, beide gemessen an 2021 [4][6]. Wer die eigene Entwicklung einordnet, sollte Umsatz und Zahl der Gäste oder Bons getrennt betrachten.

Bei der Kalkulation lohnt der Blick auf die Kostenseite. Strom kostete im Band IB im zweiten Halbjahr 2025 in Deutschland 0,2618 Euro je kWh, im EU-Schnitt 0,2179 Euro [7]. Der Arbeitskostenindex im Gastgewerbe lag 2025 bei 131,1 Punkten, gemessen an 2020 [8]. Beide Werte liegen über dem Stand von 2022, als der Strompreis im ersten Halbjahr 0,2316 Euro und der Arbeitskostenindex 113,4 Punkte betrug [7][8].

Für Gründerinnen und Gründer zeigen die Daten, wie unterschiedlich sich Märkte entwickeln. In Österreich lag der Gastronomie-Preisindex 2022 bei 78,69 Punkten, in Frankreich bei 90,18 Punkten [1]. Die Preise auf der Karte stiegen in Österreich bis 2025 also deutlich stärker. Wer Konzepte aus dem Ausland übernimmt, trifft im Zielland auf eine eigene Preisentwicklung.

Für Gäste zeigen die Daten: In allen Staaten mit vergleichbaren Werten verteuerte sich Essen gehen seit 2022 stärker als das allgemeine Preisniveau [1][3]. In Deutschland stieg der Gastronomieindex von 2023 bis 2025 von 90,05 auf 100 Punkte, der Lebensmittelindex von 96,27 auf 100 Punkte [1][2]. Beim Einkauf kam der Preisschub früher, im Restaurant später und über einen längeren Zeitraum.

HVPI Service für Speisen und Getränke (Restaurants, Cafés, Kantinen), Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 MitgliedstaatenEU-27 (ab 2020) 2025100Belgien 2025100Bulgarien 2025100Tschechien 2025100Dänemark 2025100Deutschland 2025100Estland 2025100Irland 2025100Griechenland 2025100Spanien 2025100Frankreich 2025100Kroatien 2025100Italien 2025100Zypern 2025100Lettland 2025100Litauen 2025100Luxemburg 2025100Ungarn 2025100Malta 2025100Niederlande 2025100Österreich 2025100Polen 2025100Portugal 2025100Rumänien 2025100Slowenien 2025100Slowakei 2025100Finnland 2025100Schweden 2025100Frankreich 202290,18Deutschland 202390,05Österreich 202278,69Wert (Index, 2025 = 100) · Basis: 0
HVPI Service für Speisen und Getränke (Restaurants, Cafés, Kantinen), Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 Mitgliedstaaten · Quelle: [1], Eurostat prc_hicp_ainr, aktualisiert 17.09.2026, abgerufen 24.10.2026
HVPI Nahrungsmittel, Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 MitgliedstaatenEU-27 (ab 2020) 2025100Belgien 2025100Bulgarien 2025100Tschechien 2025100Dänemark 2025100Deutschland 2025100Estland 2025100Irland 2025100Griechenland 2025100Spanien 2025100Frankreich 2025100Kroatien 2025100Italien 2025100Zypern 2025100Lettland 2025100Litauen 2025100Luxemburg 2025100Ungarn 2025100Malta 2025100Niederlande 2025100Österreich 2025100Polen 2025100Portugal 2025100Rumänien 2025100Slowenien 2025100Slowakei 2025100Finnland 2025100Schweden 2025100Deutschland 202396,27Wert (Index, 2025 = 100) · Basis: 0
HVPI Nahrungsmittel, Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 Mitgliedstaaten · Quelle: [2], Eurostat prc_hicp_ainr, aktualisiert 17.09.2026, abgerufen 24.10.2026
Nettoumsatz Gastronomie (NACE I56), nominal, unbereinigt, Jahreswerte 2022 bis 2025, 26 EU-Staaten (ohne Irland)Lettland 2025255,1Lettland 2024236,2Lettland 2023228Kroatien 2025216,4Ungarn 2025212,9Slowenien 2025210Bulgarien 2025204,5Litauen 2025203,6Slowakei 2025203,6Polen 2025202,9Kroatien 2024199,1Slowenien 2024197,1Zypern 2025194Luxemburg 2025192,9Ungarn 2024192Wert (Index, 2021 = 100) · Basis: 0
Nettoumsatz Gastronomie (NACE I56), nominal, unbereinigt, Jahreswerte 2022 bis 2025, 26 EU-Staaten (ohne Irland) · Quelle: [4], Eurostat sts_setu_a, aktualisiert 21.10.2026, abgerufen 24.10.2026
Umsatzvolumen (real) Gastronomie (NACE I56), unbereinigt, Deutschland und Portugal 2022 bis 2025 (einzige Staaten mit amtlicher Volumenreihe)Portugal 2024146Portugal 2023143,3Portugal 2025142,2Portugal 2022135,8Deutschland 2023131,7Deutschland 2024130,2Deutschland 2022130Deutschland 2025128,1Wert (Index, 2021 = 100) · Basis: 0
Umsatzvolumen (real) Gastronomie (NACE I56), unbereinigt, Deutschland und Portugal 2022 bis 2025 (einzige Staaten mit amtlicher Volumenreihe) · Quelle: [6], Eurostat sts_setu_a, aktualisiert 21.10.2026, abgerufen 24.10.2026
Arbeitskostenindex Gastgewerbe (NACE I), nominal, 2022 und 2025, EU-27 und 24 MitgliedstaatenDeutschland 2025131,1Deutschland 2022113,4Frankreich 2022113Wert (Index, 2020 = 100) · Basis: 0
Arbeitskostenindex Gastgewerbe (NACE I), nominal, 2022 und 2025, EU-27 und 24 Mitgliedstaaten · Quelle: [8], Eurostat lc_lci_r2_a, aktualisiert 16.09.2026, abgerufen 24.10.2026
RangBezeichnungWert (Index, 2021 = 100)Anteil
1Portugal 202414613,4 %
2Portugal 2023143,313,2 %
3Portugal 2025142,213,1 %
4Portugal 2022135,812,5 %
5Deutschland 2023131,712,1 %
6Deutschland 2024130,212 %
7Deutschland 202213012 %
8Deutschland 2025128,111,8 %

Häufige Fragen zur Gastro-Preisschere

Sind Restaurantpreise stärker gestiegen als Lebensmittelpreise? In 16 Mitgliedstaaten ja: Dort lag der Gastronomieindex 2022 tiefer als der Lebensmittelindex [1][2]. In 8 Staaten war es umgekehrt, darunter Frankreich, Italien und Spanien [1][2]. In der EU-27 stiegen die Kartenpreise von 2023 bis 2025 stärker als Lebensmittel, mit Werten für 2023 von 91,42 und 95,31 Punkten [1][2].

Wie stark sind die Preise in deutschen Restaurants gestiegen? Der Index lag 2023 bei 90,05 Punkten und 2024 bei 96,13 Punkten, gemessen am Jahresdurchschnitt 2025 [1]. Für 2022 enthält die Eurostat-Tabelle keinen deutschen Wert [1].

Was zahlen Gewerbebetriebe in Deutschland für Strom? Im Verbrauchsband IB lag der Preis ohne Mehrwertsteuer und erstattungsfähige Steuern im zweiten Halbjahr 2025 bei 0,2618 Euro je kWh [7]. Der höchste Wert der deutschen Reihe seit 2022 lag im ersten Halbjahr 2024 bei 0,2723 Euro [7].

Ist der Umsatz der Gastronomie in Deutschland real gestiegen? Nein. Das Umsatzvolumen lag 2025 bei 128,1 Punkten und damit unter dem Wert von 2022 mit 130 Punkten [6]. Nominal stieg der Umsatz im selben Zeitraum von 139,7 auf 157 Punkte [4].

Was bedeutet „Index 2025 = 100“? Der Jahresdurchschnitt 2025 ist auf 100 gesetzt. Ein Wert von 90,05 für 2023 heißt, dass das Preisniveau 2023 bei rund neun Zehnteln des Niveaus von 2025 lag [1]. Je niedriger der Wert eines früheren Jahres, desto stärker der Anstieg bis 2025.

HVPI Service für Speisen und Getränke (Restaurants, Cafés, Kantinen), Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 MitgliedstaatenEU-27 (ab 2020) 2025100Belgien 2025100Bulgarien 2025100Tschechien 2025100Dänemark 2025100Deutschland 2025100Estland 2025100Irland 2025100Griechenland 2025100Spanien 2025100Frankreich 2025100Kroatien 2025100Italien 2025100Zypern 2025100Lettland 2025100Litauen 2025100Luxemburg 2025100Ungarn 2025100Malta 2025100Niederlande 2025100Österreich 2025100Polen 2025100Portugal 2025100Rumänien 2025100Slowenien 2025100Slowakei 2025100Finnland 2025100Schweden 2025100Deutschland 202496,13EU-27 (ab 2020) 202391,42Deutschland 202390,05Wert (Index, 2025 = 100) · Basis: 0
HVPI Service für Speisen und Getränke (Restaurants, Cafés, Kantinen), Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 Mitgliedstaaten · Quelle: [1], Eurostat prc_hicp_ainr, aktualisiert 17.09.2026, abgerufen 24.10.2026
HVPI Nahrungsmittel, Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 MitgliedstaatenEU-27 (ab 2020) 2025100Belgien 2025100Bulgarien 2025100Tschechien 2025100Dänemark 2025100Deutschland 2025100Estland 2025100Irland 2025100Griechenland 2025100Spanien 2025100Frankreich 2025100Kroatien 2025100Italien 2025100Zypern 2025100Lettland 2025100Litauen 2025100Luxemburg 2025100Ungarn 2025100Malta 2025100Niederlande 2025100Österreich 2025100Polen 2025100Portugal 2025100Rumänien 2025100Slowenien 2025100Slowakei 2025100Finnland 2025100Schweden 2025100EU-27 (ab 2020) 202395,31Wert (Index, 2025 = 100) · Basis: 0
HVPI Nahrungsmittel, Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 Mitgliedstaaten · Quelle: [2], Eurostat prc_hicp_ainr, aktualisiert 17.09.2026, abgerufen 24.10.2026
Nettoumsatz Gastronomie (NACE I56), nominal, unbereinigt, Jahreswerte 2022 bis 2025, 26 EU-Staaten (ohne Irland)Deutschland 2025157Deutschland 2022139,7Wert (Index, 2021 = 100) · Basis: 0
Nettoumsatz Gastronomie (NACE I56), nominal, unbereinigt, Jahreswerte 2022 bis 2025, 26 EU-Staaten (ohne Irland) · Quelle: [4], Eurostat sts_setu_a, aktualisiert 21.10.2026, abgerufen 24.10.2026
Umsatzvolumen (real) Gastronomie (NACE I56), unbereinigt, Deutschland und Portugal 2022 bis 2025 (einzige Staaten mit amtlicher Volumenreihe)Deutschland 2022130Deutschland 2025128,1Wert (Index, 2021 = 100) · Basis: 0
Umsatzvolumen (real) Gastronomie (NACE I56), unbereinigt, Deutschland und Portugal 2022 bis 2025 (einzige Staaten mit amtlicher Volumenreihe) · Quelle: [6], Eurostat sts_setu_a, aktualisiert 21.10.2026, abgerufen 24.10.2026

Fazit

Die Gastro-Preisschere in der EU hat sich für die meisten Betriebe zugunsten der Karte geöffnet. In 16 Mitgliedstaaten stiegen die Preise in Restaurants und Cafés von 2022 bis 2025 stärker als für Lebensmittel, in allen vergleichbaren Staaten stärker als das allgemeine Preisniveau [1][2][3]. In Deutschland zogen die Kartenpreise ab 2023 deutlich an, als sich die Lebensmittelpreise nach dem Sprung von 2022 auf 2023 nur noch wenig bewegten [1][2].

Höhere Preise bedeuten aber nicht automatisch eine bessere Lage. Der reale Umsatz der deutschen Gastronomie lag 2025 mit 128,1 Punkten unter dem Stand von 2022 [6]. Strom blieb mit 0,2618 Euro je kWh teurer als im EU-Schnitt, die Arbeitskosten im Gastgewerbe stiegen auf 131,1 Punkte [7][8].

Offen bleibt, ob die höheren Kartenpreise ausreichen, um diese Kosten dauerhaft zu tragen. Dafür fehlen amtliche Daten zu Margen und Wareneinsatz. Volumenreihen für weitere Staaten würden zeigen, ob der reale Rückgang in Deutschland ein Sonderfall ist oder ein Muster.

Erhebungsmethode

Originalquellen. Die Studie stützt sich auf vier Tabellen von Eurostat in acht Auszügen. Die Preise stammen aus den harmonisierten Verbraucherpreisindizes (HVPI, Tabelle prc_hicp_ainr): Verpflegungsdienstleistungen in Restaurants, Cafés und Kantinen [1], Nahrungsmittel [2] und der Gesamtindex [3]. Der Umsatz der Gastronomie (NACE I56) stammt aus der Konjunkturstatistik (Tabelle sts_setu_a), und zwar nominal unbereinigt [4], nominal kalenderbereinigt [5] und als Volumen [6]. Die Strompreise stammen aus der Tabelle nrg_pc_205 [7], die Arbeitskosten aus dem Arbeitskostenindex in der Tabelle lc_lci_r2_a [8].

Stichtage und Zeiträume. Alle Daten wurden am 24. Oktober 2026 abgerufen. Die Preisindizes haben den Stand vom 17. September 2026, die Umsatzreihen vom 21. Oktober 2026, die Strompreise vom 19. Oktober 2026 und die Arbeitskosten vom 16. September 2026 [1][4][7][8]. Gastronomiepreise, Lebensmittelpreise und Umsätze sind Jahreswerte für 2022 bis 2025. Der Gesamtindex und die Arbeitskosten liegen für 2022 und 2025 vor [3][8]. Strompreise erscheinen halbjährlich; Vergleiche über den Zeitraum stellen jeweils dieselben Halbjahre gegenüber [7].

Definitionen und Einheiten. Die Preisindizes sind Jahresdurchschnittsindizes mit dem Basisjahr 2025 = 100 [1][2][3]. Ein niedriger Wert für 2022 bedeutet einen starken Anstieg bis 2025. Liegt der Gastronomieindex 2022 unter dem Lebensmittelindex desselben Staates, sind die Kartenpreise stärker gestiegen als die Lebensmittelpreise. Die Umsatzreihen sind Indizes mit 2021 = 100. Das Volumen ist der um Preisänderungen bereinigte Umsatz [4][6]. Der Arbeitskostenindex hat das Basisjahr 2020 = 100 und umfasst das gesamte Gastgewerbe (NACE I) einschließlich Beherbergung [8]. Die Strompreise gelten für Nicht-Haushaltskunden im Verbrauchsband IB, ohne Mehrwertsteuer und erstattungsfähige Steuern, in Euro je kWh [7].

Regionale Ebene und Auswahl. Ausgewertet werden die EU-27 und die Mitgliedstaaten auf nationaler Ebene. Die nominale Umsatzreihe umfasst 26 Staaten ohne Irland [4]. Die kalenderbereinigte Reihe liegt nur für die EU-27 und Deutschland vor [5], eine amtliche Volumenreihe nur für Deutschland und Portugal [6]. Arbeitskosten liegen für 24 Mitgliedstaaten und die EU-27 vor; Belgien, Dänemark und Irland fehlen [8].

Ausgeschlossene Werte. Fehlende Tabellenwerte wurden weder geschätzt noch als null gezählt. Ein Staat geht nur dann in einen Vergleich ein, wenn beide Werte vorliegen. Bei den Gastronomiepreisen fehlen für 2022 unter anderem Deutschland, Schweden und die EU-27 [1]. Bei Lebensmitteln fehlt Griechenland für 2022 [2], beim Gesamtindex fehlen Griechenland, Malta und die Slowakei für 2022 [3]. Bei den Strompreisen fehlen einzelne Halbjahre, etwa für Deutschland das zweite Halbjahr 2023 [7]. Die Vergleiche über 2022 bis 2025 umfassen deshalb nicht alle Mitgliedstaaten.

Kombination der Datensätze. Die Reihen wurden über Staat und Zeitraum verknüpft. Rechnerisch verglichen werden nur Werte mit gleicher Einheit und gleichem Basisjahr. Zwischen Datensätzen mit unterschiedlichen Einheiten beschreibt die Studie Richtungen und Rangfolgen, keine Differenzen. Ein Korrelationskoeffizient wurde nicht berechnet: Reale Umsätze liegen nur für zwei Staaten vor, und der nominale Umsatz enthält die Preisentwicklung selbst.

Einschränkungen. Der HVPI misst Verbraucherpreise, nicht die Einkaufspreise von Gastronomen im Großhandel. Das Strompreisband ist nicht auf die Gastronomie zugeschnitten. Die Arbeitskosten schließen die Beherbergung ein. Das Umsatz-Basisjahr 2021 fällt in die Zeit der Corona-Einschränkungen. Unterschiede zwischen Regionen und Städten innerhalb eines Staates bilden die Daten nicht ab.

Prüfmethoden

Abgleich mit den Originaltabellen. Alle Werte wurden unverändert aus den Eurostat-Tabellen übernommen. Für jede Reihe wurden die gewählten Merkmale mit der Tabellenbeschreibung abgeglichen: Jahresdurchschnittsindex bei den Preisen, Nettoumsatz oder Volumen mit der jeweiligen Bereinigungsart beim Umsatz, Verbrauchsband IB, Steuerstufe und Währung Euro beim Strom [1][4][7].

Basisjahre und Stichtage. Bei allen drei Preisindizes liegt der Wert für 2025 in jedem Staat und in der EU-27 bei 100 [1][2][3]. Das bestätigt das angegebene Basisjahr. Die Umsatzreihen beziehen sich einheitlich auf 2021, der Arbeitskostenindex auf 2020 [4][8]. Werte mit unterschiedlichem Basisjahr werden nicht miteinander verrechnet. Für jede Reihe ist der Aktualisierungsstand der Tabelle dokumentiert.

Vollständigkeit. Die Zahl der Werte je Reihe wurde gezählt. Bei den Gastronomiepreisen liegen 103 Werte vor, 9 Kombinationen aus Staat und Jahr fehlen [1]. Bei Lebensmitteln sind es 110 Werte mit 2 Lücken, beim Gesamtindex 53 Werte mit 3 Lücken [2][3]. Bei den Strompreisen fehlen 11 Halbjahreswerte, in der Zeitreihe für die EU-27 und Deutschland fehlt einer [7]. Die nominale Umsatzreihe mit 104 Werten und die Arbeitskosten mit 50 Werten sind vollständig [4][8].

Bezugsgrößen und Definitionen. Die unbereinigte und die kalenderbereinigte Umsatzreihe für Deutschland stimmen für 2022 mit je 139,7 Punkten überein. Für 2025 weichen sie mit 157 und 157,1 Punkten nur geringfügig voneinander ab [4][5]. Das spricht für übereinstimmende Abgrenzungen beider Reihen.

Rundung und Plausibilität. Alle Werte stehen in der Genauigkeit der Quelle: Preisindizes mit zwei, Umsatz und Arbeitskosten mit einer, Strompreise mit vier Nachkommastellen. Auffällige Werte wurden im Zeitverlauf geprüft. Der Spitzenwert Lettlands beim Umsatz mit 255,1 Punkten fügt sich in die Vorjahreswerte von 228 und 236,2 Punkten ein [4]. Die Strompreise liegen in einer plausiblen Spanne von 0,0923 bis 0,3898 Euro je kWh [7].

Quellen

  1. [1] HVPI Service für Speisen und Getränke (Restaurants, Cafés, Kantinen), Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 Mitgliedstaaten, Stand: Eurostat prc_hicp_ainr, aktualisiert 17.09.2026, abgerufen 24.10.2026. https://ec.europa.eu/eurostat/api/dissemination/statistics/1.0/data/prc_hicp_ainr?unit=INX_A_AVG&coicop18=CP111&sinceTimePeriod=2021&lang=de
  2. [2] HVPI Nahrungsmittel, Jahresdurchschnittsindex 2022 bis 2025, EU-27 und 27 Mitgliedstaaten, Stand: Eurostat prc_hicp_ainr, aktualisiert 17.09.2026, abgerufen 24.10.2026. https://ec.europa.eu/eurostat/api/dissemination/statistics/1.0/data/prc_hicp_ainr?unit=INX_A_AVG&coicop18=CP011&sinceTimePeriod=2021&lang=de
  3. [3] HVPI insgesamt, Jahresdurchschnittsindex 2022 und 2025, EU-27 und 27 Mitgliedstaaten, Stand: Eurostat prc_hicp_ainr, aktualisiert 17.09.2026, abgerufen 24.10.2026. https://ec.europa.eu/eurostat/api/dissemination/statistics/1.0/data/prc_hicp_ainr?unit=INX_A_AVG&coicop18=TOTAL&sinceTimePeriod=2021&lang=de
  4. [4] Nettoumsatz Gastronomie (NACE I56), nominal, unbereinigt, Jahreswerte 2022 bis 2025, 26 EU-Staaten (ohne Irland), Stand: Eurostat sts_setu_a, aktualisiert 21.10.2026, abgerufen 24.10.2026. https://ec.europa.eu/eurostat/api/dissemination/statistics/1.0/data/sts_setu_a?nace_r2=I56&unit=I21&s_adj=NSA&indic_bt=NETTUR&sinceTimePeriod=2022&lang=de
  5. [5] Nettoumsatz Gastronomie (NACE I56), nominal, kalenderbereinigt, EU-27 und Deutschland 2022 bis 2025, Stand: Eurostat sts_setu_a, aktualisiert 21.10.2026, abgerufen 24.10.2026. https://ec.europa.eu/eurostat/api/dissemination/statistics/1.0/data/sts_setu_a?nace_r2=I56&unit=I21&s_adj=CA&indic_bt=NETTUR&sinceTimePeriod=2022&lang=de
  6. [6] Umsatzvolumen (real) Gastronomie (NACE I56), unbereinigt, Deutschland und Portugal 2022 bis 2025 (einzige Staaten mit amtlicher Volumenreihe), Stand: Eurostat sts_setu_a, aktualisiert 21.10.2026, abgerufen 24.10.2026. https://ec.europa.eu/eurostat/api/dissemination/statistics/1.0/data/sts_setu_a?nace_r2=I56&unit=I21&s_adj=NSA&indic_bt=VOL_SLS&sinceTimePeriod=2022&lang=de
  7. [7] Strompreis Nicht-Haushaltskunden, Band IB (20 bis 499 MWh), ohne MwSt. und erstattungsfähige Steuern, Halbjahre 2022 und 2025, EU-27 und 27 Mitgliedstaaten; Strompreis Nicht-Haushaltskunden, Band IB, ohne MwSt. und erstattungsfähige Steuern, alle Halbjahre 2022-S1 bis 2025-S2, EU-27 und Deutschland, Stand: Eurostat nrg_pc_205, aktualisiert 19.10.2026, abgerufen 24.10.2026. https://ec.europa.eu/eurostat/api/dissemination/statistics/1.0/data/nrg_pc_205?nrg_cons=MWH20-499&unit=KWH&tax=X_VAT&currency=EUR&sinceTimePeriod=2022&lang=de
  8. [8] Arbeitskostenindex Gastgewerbe (NACE I), nominal, 2022 und 2025, EU-27 und 24 Mitgliedstaaten, Stand: Eurostat lc_lci_r2_a, aktualisiert 16.09.2026, abgerufen 24.10.2026. https://ec.europa.eu/eurostat/api/dissemination/statistics/1.0/data/lc_lci_r2_a?nace_r2=I&lcstruct=D1_D4_MD5&unit=I20&sinceTimePeriod=2021&lang=de

Eine Studie von gastrokunde.de in Zusammenarbeit mit dem MLK-Institut. Wissenschaftliche Erstellung und Prüfung: MLK-Institut.

Zitierhinweis: Quelle: gastrokunde.de / MLK-Institut, Kartenpreise gegen Einkaufskosten: Die Gastro-Preisschere in der EU 2026, Daten: ec.europa.eu