Kalkulation

Was kosten Austern im Restaurant? Kartenpreise, Einkauf und Kalkulation 2026

Stand: Oktober 2026

10 Min. Lesezeit

Fines de Claire kosten auf deutschen Speisekarten im Oktober 2026 meist 3,50 bis 5,00 Euro je Stück, Markenaustern bis 7 Euro. Hier steht, wie Einkauf, Ausfall, Öffnerzeit und der geteilte Mehrwertsteuersatz in den Kartenpreis eingehen.

Foto: Ben Stern / Unsplash
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Was kosten Austern im Restaurant? Auf deutschen Speisekarten steht die Fines de Claire im Oktober 2026 meist mit 3,50 bis 5,00 Euro je Stück, Gillardeau und andere Markenaustern mit 4,50 bis 7,00 Euro. Rechnet man das gegen öffentlich einsehbare Einkaufspreise, liegt der Wareneinsatz bei 40 bis 60 Prozent. Die übliche 30-Prozent-Logik greift bei Austern also nicht. Gerechnet wird über den Deckungsbeitrag je Portion.

Mitte Oktober beginnt die Zeit, in der Austern wieder regelmäßig über den Pass gehen. Viele Betriebe planen jetzt ihre Weihnachts- und Silvesterkarte. Frankreich ist mit zuletzt rund 81.000 Tonnen und 403 Millionen Euro Jahresumsatz der größte Austernproduzent Europas (Börsen-Zeitung, Winter 2025/26), und den größten Teil davon setzen die Züchter rund um den Jahreswechsel um. Wer im Dezember sicher beliefert werden will, klärt Mengen und Preise deshalb im Oktober oder November mit dem Lieferanten.

Was kosten Austern im Restaurant? Kartenpreise nach Betriebstyp

Die Übersicht beruht auf Speisekarten, die im Oktober 2026 auf dem Portal speisekarte.de abrufbar waren. Für die Berliner Austernbank gilt die Karte, die laut OpenTable im Februar 2026 zuletzt aktualisiert wurde.

BetriebstypBetrieb, StadtSorteKartenpreisje Stück
Fischladen mit GastronomieDer Fischladen, BerlinFines de Claire3,50 € pro Stück3,50 €
Restaurant im KaufhausSansibar by Breuninger, DüsseldorfFines de Claire3,50 €3,50 €
Französisches RestaurantThe Paris Club, DüsseldorfFine de Claire4,00 €4,00 €
Französisches RestaurantRue des Halles, MünchenFines de Claire No. 24,50 €4,50 €
AusternbarOyster Bar, HamburgFines de Claire4,90 €4,90 €
BrasserieBrasserie Hülsmann, Düsseldorf6 Fines de Claire No. 222,90 €3,82 €
BistroBuffet Kull Bar, München6 Fines de Claire22,50 €3,75 €
Fischrestaurant, gehobenAusternbank, Berlin6 Fine N°230,00 €5,00 €
Fischrestaurant, gehobenAusternbank, Berlin6 Gillardeau N°242,00 €7,00 €
RestaurantFrau Mittenmang, Berlin3 Gillardeau14,50 €4,83 €
Internationales RestaurantOktopussy, DüsseldorfGillardeau4,50 €4,50 €
FischrestaurantLeuchtturm, Hamburg-HarburgGillardeau Spéciale de Claire5,90 €5,90 €
Französisches RestaurantParlin, DüsseldorfGillardeau N°4, Pumpernickel, Vinaigrette6,40 €6,40 €

Drei Muster fallen auf. Bei der Sechserportion geben mehrere Häuser Rabatt: Hülsmann und Kull Bar landen bei rund 3,80 Euro je Stück und damit unter dem, was andere Betriebe für die einzelne Fines de Claire verlangen. Zweitens kostet die gratinierte Auster mehr als die rohe. Ein Restaurant mit Fleischschwerpunkt führte im Oktober 2025 rohe Austern für 4,50 Euro und überbackene für 5,50 Euro, ein Berliner Lokal bietet Oyster Rockefeller für 6,00 Euro an. Das dritte Muster ist das Paket aus Auster und Getränk: Die Fischfabrik in Berlin verkauft eine Auster auf Eis mit einem Glas Weißwein für 6,50 Euro.

Die Preise sagen allerdings nichts darüber, ob sie sich rechnen. Dafür muss man an den Einkauf.

Einkaufspreis: von 40 Cent ab Züchter bis gut 3 Euro für Markenware

Am Anfang der Kette steht ein sehr niedriger Preis. Laut Börsen-Zeitung zahlte der Handel den Züchtern im Winter 2025/26 für ein Kilo Fine de Claire aus Marennes-Oléron 5,20 bis 5,30 Euro, ein Jahr zuvor waren es nur 4,80 Euro. Eine Auster im Kaliber Nr. 3 wiegt rund 66 bis 85 Gramm, auf ein Kilo kommen also 12 bis 15 Stück. Ab Züchter sind das rechnerisch 35 bis 45 Cent je Auster. Gedrückt haben die Preise vor allem die Inflation und das Verkaufsverbot, das die französischen Behörden zum Jahreswechsel 2023/24 nach Norovirus-Funden für Austern aus der Normandie und dem Bassin d'Arcachon verhängt hatten.

Zwischen Becken und Kühlzelle liegen Versandzentrum, Spedition, Importeur und Großhändler. Die Konditionen des Gastro-Großhandels sind individuell und werden nicht veröffentlicht. Als Referenz bleiben die Endkundenpreise der Onlinehändler, Stand Oktober 2026:

AnbieterSorte, KaliberGebindePreis bruttonetto je Stück
VerygourmandFines de Claire Marennes-Oléron Nr. 348 Stück86,43 €1,51 €
FrischeparadiesFines de Claires Marennes-Oléron Nr. 312er-Korb25,99 €1,82 €
Deutsche SeeFines de Claire, ca. 90 g12 Stück29,88 €2,09 €
Deutsche SeeGillardeau Spéciales de Claire Nr. 3, ca. 75 g12 Stück44,88 €3,14 €

Der Nettowert entsteht so: Bruttopreis geteilt durch 1,19, dann durch die Stückzahl. Den Divisor 1,19 nimmt man, weil Austern im Einkauf den vollen Steuersatz tragen. Die Anlage 2 zum Umsatzsteuergesetz begünstigt Fische, Krebs- und Weichtiere mit 7 Prozent, nimmt Langusten, Hummer, Austern und Schnecken aber ausdrücklich aus. Für einen vorsteuerabzugsberechtigten Betrieb ist das kostenneutral, kalkuliert wird immer mit dem Nettopreis. Wichtiger wird die Steuerfrage beim Verkauf außer Haus, dazu weiter unten mehr.

Die Formel: Wareneinsatz je Auster und Deckungsbeitrag je Portion

Die Kalkulation folgt fünf Schritten:

  • Wareneinsatz je Stück = (Nettopreis Gebinde + anteilige Fracht) ÷ verwertbare Stück
  • Wareneinsatz Portion = Stückzahl × Wareneinsatz je Stück + Beilagen
  • Nettoverkaufspreis = Kartenpreis ÷ 1,07
  • Wareneinsatzquote = Wareneinsatz Portion ÷ Nettoverkaufspreis × 100
  • Deckungsbeitrag I = Nettoverkaufspreis − Wareneinsatz Portion

Der Fehler steckt meist im ersten Schritt. Geteilt wird durch die verwertbaren Austern, nicht durch die gelieferten. Eine Auster, die beim Öffnen nicht mehr lebt oder deren Schale gebrochen ist, landet im Abfall, ihr Einkaufspreis bleibt in der Kalkulation. Der Deckungsbeitrag I ist der Betrag, der nach Abzug der Ware für Personal, Miete, Energie und Gewinn übrig bleibt.

Rechenbeispiel: sechs Fines de Claire für 24 Euro

Angenommen wird eine Kiste mit 48 Fines de Claire Nr. 3 zum Referenzpreis aus der Tabelle. Fracht, Ausfall, Beilagen und Öffnerzeit sind Annahmen für dieses Beispiel und mit den eigenen Werten zu ersetzen.

Infografik: Ein Diagramm zeigt, dass bei einem konstanten Wareneinsatz von 1,81 Euro jede Preiserhöhung auf der Speisekarte fast vollständig in den Deckungsbeitrag pro Auster fließt.

Beispielrechnung

  1. Einkauf Kiste 48 Stück netto: 72,63 €
  2. Frischfracht anteilig (Annahme): 6,00 €
  3. Ausfall beim Öffnen (Annahme): 2 Stück, verwertbar 46
  4. Wareneinsatz je Auster: 78,63 € ÷ 46 = 1,71 €
  5. Sechs Austern: 10,26 €
  6. Zitrone, Schalottenvinaigrette, Brot, Eis (Annahme): 0,60 €
  7. Wareneinsatz Portion: 10,86 €
  8. Kartenpreis 24,00 € ÷ 1,07 = 22,43 € netto
  9. Wareneinsatzquote: 10,86 ÷ 22,43 = 48,4 Prozent
  10. Deckungsbeitrag I: 11,57 €

Für eine Quote von 30 Prozent müsste dieselbe Portion 38,73 Euro kosten. Das zahlt in Deutschland kaum ein Gast für sechs Fines de Claire, selbst die Austernbank in Berlin-Mitte liegt mit 30 Euro darunter. Austern sind ein Produkt mit hohem Wareneinsatz und niedrigem Küchenaufwand. Es gibt keinen Fond, keine Garzeit und kaum Mise en place. Ihr Wert für den Betrieb liegt im absoluten Deckungsbeitrag pro Teller und im Getränk, das daneben steht.

Einen Posten unterschlägt die Rechnung allerdings: das Öffnen. Wer sechs Austern sauber öffnet, auf Eis anrichtet und an den Pass gibt, braucht je nach Übung einige Minuten. Bei angenommenen fünf Minuten und 22 Euro Arbeitgeberkosten je Stunde kostet das 1,83 Euro je Portion. Vom Deckungsbeitrag bleiben dann 9,74 Euro.

Wie stark der Kartenpreis wirkt, zeigt dieselbe Auster mit einem Wareneinsatz von 1,81 Euro je Stück, Beilagenanteil eingerechnet:

Kartenpreis je StücknettoWareneinsatzquoteDeckungsbeitrag I je Stück
3,50 €3,27 €55,4 %1,46 €
4,00 €3,74 €48,4 %1,93 €
4,50 €4,21 €43,0 %2,40 €
5,00 €4,67 €38,8 %2,86 €

Ein Euro mehr auf der Karte bringt also rund 93 Cent mehr Deckungsbeitrag je Auster. Bei 40 verkauften Austern an einem Freitagabend sind das gut 37 Euro, ohne dass in der Küche eine Handbewegung dazukommt.

Gillardeau: wo der Kartenpreis kippt

Bei Markenaustern wird es eng. Mit dem Referenzpreis von 3,14 Euro netto und einer verlorenen Auster je Zwölferkiste liegt der Wareneinsatz bei 3,43 Euro je Stück.

Beispielrechnung

  1. Kartenpreis 4,50 € → netto 4,21 € → Wareneinsatzquote 81,5 % → Deckungsbeitrag I 0,78 €
  2. Kartenpreis 5,90 € → netto 5,51 € → Wareneinsatzquote 62,3 % → Deckungsbeitrag I 2,08 €

Bei 4,50 Euro deckt die Gillardeau nach Abzug der Öffnerzeit kaum mehr als sich selbst. Betriebe, die günstiger einkaufen, stehen besser da. Wer aber eine Markenauster zum Preis einer Fines de Claire anbietet, finanziert sie aus anderen Positionen der Karte.

Mehrwertsteuer bei Austern: 7 Prozent am Tisch, 19 Prozent zum Mitnehmen

Seit dem 1. Januar 2026 gilt für Speisen in der Gastronomie dauerhaft der ermäßigte Satz von 7 Prozent. Rechtsgrundlage ist § 12 Absatz 2 Nummer 15 UStG in der Fassung des Steueränderungsgesetzes 2025, Getränke bleiben bei 19 Prozent. Für die Auster am Tisch heißt das: Sie ist Teil einer Restaurationsleistung und wird mit 7 Prozent versteuert.

Infografik: Eine Gegenüberstellung illustriert das finanzielle Risiko von fast 400 Euro Nachzahlung bei 100 verkauften Austern-Boxen, wenn diese versehentlich mit 7 statt 19 Prozent Mehrwertsteuer abgerechnet werden.

Anders sieht es beim Außer-Haus-Verkauf aus. Wer Austern zum Mitnehmen abgibt, erbringt eine Lieferung von Lebensmitteln, und dafür gilt der ermäßigte Satz nur bei Waren aus der Anlage 2. Austern stehen dort gerade nicht drin, auch zubereitet nicht. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks weist in seinen Erläuterungen zur Rechtslage ab 2026 ausdrücklich darauf hin, dass bei der Lieferung bestimmter Meeresfrüchte weiterhin Ausnahmen gelten.

Gerade zu Silvester ist das relevant, wenn Betriebe Austernplatten oder Boxen zur Abholung anbieten:

Beispielrechnung

  1. Silvesterbox mit 12 Fines de Claire, Abholpreis 42,00 € brutto
  2. Richtig mit 19 Prozent: 35,29 € netto
  3. Falsch mit 7 Prozent gebucht: 39,25 € netto
  4. Steuerdifferenz je Box: 3,96 €
  5. Bei 100 Boxen: 396 € Nachzahlung plus Zinsen bei einer Prüfung

In der Kasse braucht der Abholartikel deshalb einen eigenen Artikel mit 19 Prozent. Paketangebote mit Getränk sind ebenfalls aufzuteilen: Bei der Auster mit einem Glas Wein entfällt der Speisenanteil auf 7 Prozent und der Weinanteil auf 19 Prozent, eine pauschale Anwendung des ermäßigten Satzes auf das ganze Paket ist unzulässig.

Etikett, Lagerung, Allergene: wo Hygieneregeln den Wareneinsatz treffen

Lebende Muscheln unterliegen der EU-Hygieneverordnung 853/2004, Anhang III Abschnitt VII. Jede Austernkiste trägt ein wasserfestes Etikett mit Identitätskennzeichen, Muschelart mit gemeiner und wissenschaftlicher Bezeichnung sowie dem Verpackungsdatum. Restaurants gelten im EU-Lebensmittelrecht als Einzelhandel. Sie müssen das Etikett deshalb nach dem Aufteilen der Sendung mindestens 60 Tage aufbewahren. Bei der Kontrolle fragt die Lebensmittelüberwachung danach, und im Krankheitsfall ist es der einzige Weg, die Charge zurückzuverfolgen.

Für die Lagerung schreiben die Vorgaben vor, dass Austern keinen erheblichen Temperaturschwankungen ausgesetzt werden und mit der gewölbten Seite nach unten liegen. Damit schließt sich der Kreis zur Kalkulation. Eine Kiste, die zwischen Kühlzelle und Austernbar mehrmals hin und her wandert, verliert Tiere, und jede tote Auster erhöht den Wareneinsatz der übrigen. Bei 46 statt 48 verwertbaren Stück steigt er im Beispiel um gut 4 Prozent, bei 42 verwertbaren schon um 14 Prozent.

Auf der Karte gehören Austern zu den Weichtieren, die als eines der 14 Hauptallergene nach der Lebensmittelinformationsverordnung kenntlich zu machen sind. Das gilt auch für Gerichte, in denen Austern nur als Bestandteil vorkommen.

Das Norovirus-Risiko lässt sich über den Lieferanten nur begrenzt steuern. Die Sperrungen zum Jahreswechsel 2023/24 zeigen aber, dass eine Region kurz vor Silvester komplett ausfallen kann. Wer seine Silvesterkarte mit einer einzigen Herkunft plant, hat dann kein Produkt.

Fünf Stellschrauben, nach Wirkung sortiert

Kartenpreis und Preisstaffel

Den größten Hebel zeigt die Tabelle oben. Wer heute 3,50 Euro nimmt und auf 4,00 Euro geht, bleibt im Marktumfeld und steigert den Deckungsbeitrag je Auster um ein Drittel. Eine Staffel mit Einzelstück, drei und sechs Austern setzt den Anreiz zur größeren Bestellung. Ein Rabatt von 10 bis 15 Prozent auf die Sechserportion ist am Markt üblich, wie die Beispiele aus Düsseldorf und München zeigen. Mehr gibt die Kalkulation bei Fines de Claire kaum her.

Das Glas neben der Auster

Austern werden selten ohne Getränk bestellt. Ein Glas Muscadet, Crémant oder Champagner trägt in vielen Betrieben einen höheren Deckungsbeitrag als die Austern selbst. Die Schulung im Service, das Glas aktiv anzubieten, kostet nichts. Ein festes Paket wie in der Berliner Fischfabrik macht den Preis einfach, verlangt aber die saubere Aufteilung in der Kasse.

Ausfall senken

Kleinere Kisten in kürzerem Rhythmus kosten pro Stück mehr, verringern aber den Verlust. Ob sich das lohnt, hängt vom Absatz ab. Ein Betrieb, der an einem Wochentag sechs Austern verkauft, fährt mit dem Zwölferkorb vermutlich besser als mit der 48er-Kiste, selbst wenn der Stückpreis laut Tabelle um 31 Cent höher liegt. Ein Ausfall von fünf Austern aus einer 48er-Kiste kostet bei 1,51 Euro netto bereits 7,55 Euro.

Sorte und Kaliber

Kaliber Nr. 3 ist für die Rohverkostung verbreitet und günstiger als Nr. 2. Gillardeau und vergleichbare Marken sind Imageprodukte und tragen nur, wenn der Kartenpreis über 5,50 Euro liegt oder der Einkauf deutlich unter dem Referenzwert. Eine Karte mit einer günstigen Hausauster und einer teuren Markenauster daneben lenkt die Mehrheit der Gäste meist auf die Hausauster und macht die teure Variante als Ausnahme sichtbar.

Öffnerzeit

Am wenigsten bringt die Arbeitszeit, weil der Posten pro Portion klein ist. Trotzdem: Ungeübte Kräfte brauchen deutlich länger und verletzen sich häufiger. Austernmesser und Schnittschutzhandschuh gehören an jede Station, an der geöffnet wird. Im Weihnachtsgeschäft empfiehlt sich eine eingewiesene Person je Schicht, die nur öffnet.

Der teuerste Fehler und was bis Dezember ansteht

Der häufigste Fehler bei Austern ist ein Kartenpreis, der einmal festgelegt und dann nie wieder angefasst wurde, während Fracht, Personalkosten und Lieferantenpreis sich bewegt haben. Fast genauso oft fehlt der Ausfall in der Rechnung. Beides fällt im Tagesgeschäft nicht auf, weil die Auster verkauft wird und der Gast zufrieden ist. Es zeigt sich erst in der Inventur, wenn der Wareneinsatz im Fischbereich höher liegt als geplant.

Für die nächsten Wochen ergibt sich daraus eine kurze Liste:

  • Lieferantenpreise für November und Dezember schriftlich anfragen, möglichst von zwei Händlern und mit zwei Herkünften
  • Kartenpreise mit der Formel oben gegen den tatsächlichen Einkaufspreis und die eigene Ausfallquote prüfen
  • Für Abholangebote zu Silvester einen eigenen Kassenartikel mit 19 Prozent anlegen
  • Ablage für die Kistenetiketten einrichten, sortiert nach Lieferdatum, Aufbewahrung mindestens 60 Tage
  • Allergenkennzeichnung für alle Gerichte mit Austern auf der Winterkarte kontrollieren

Wer seine Kalkulation als Tabelle führt, legt die Auster als eigenen Artikel mit Feldern für Gebindepreis, Fracht und verwertbare Stückzahl an. Wie sich eine solche Vorlage aufbauen lässt, zeigt der Beitrag „Gastronomie-Kalkulation in Excel kostenlos: So baut der Betrieb seine Vorlage 2026 selbst“. Danach reicht jede neue Lieferantenrechnung, um zu sehen, ob der Kartenpreis noch trägt.

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